Die Verlage sind Goliath, nicht wir

Amazon hat sich erneut zum aktuellen Konditionen-Clich geäußert, diesmal in den USA. Man sei sich bewusst, aktuell möglicherweise Kratzer am eigenen Image zu kassieren, wenn Leser bestimmte Bücher bei Amazon nicht bestellen könnten – langfristig sei Amazons Haltung aber im Sinne der Kunden.
Das „Wall Street Journal“ zitiert Russ Grandinetti, Senior Vice President im Bereich Kindle-Inhalte, dahingehend, dass solch eine Auseinandersetzung für Amazon nicht neu sei. Schon 2010 habe es einen Streit mit Macmillan gegeben, damals ging es um das vom Verlag geforderte Agency-Modell (bei dem der Verlag statt der Händler den Verkaufspreis bestimmt). „Wir haben damals für etwas gekämpft, das in unseren Augen gut für die Kunden ist, und um das Gleiche geht es jetzt auch“ so Grandinetti. 
Der Amazon-Manager widersprach der Einschätzung, dass Amazon ein Goliath sei, der kleinere Akteure bekämpfe. Die meisten der großen Buchverlage seien Teil von viel größeren Medien-Konglomeraten.
Das „WSJ“ zitiert einen anonymen Branchenmanager, der nicht davon ausgeht, dass der Streit mit Hachette kurzfristig gelöst werden könne. „Hachette würde sich arrangieren, falls sie glaubten, dass Amazons Forderungen umsetzbar wären.“ Amazon hingegen würde im Falle einer Niederlage an der Wall Street abgestraft.

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