Wenn die Welt zum Showroom wird

Amazon-Chef Jeff Bezos (Foto: Amazon) hat in Seattle höchstpersönlich das eigene Fire Phone vorgestellt. Das US-Unternehmen hat viel Geld in die „Firefly“-Funktion investiert, mit der die mobilen Bestellungen verstärkt werden sollen.
Die wichtigsten Funktionen des Geräts im Überblick:
  • Firefly: Ähnlich wie die App Shazam beim Vorspielen eines bestimmten Musik-Stücks den Titel erkennt, will „Firefly“ die gesamte physische Welt erfassen. Ein Beispiel: Der Nutzer erfasst mit der Kamera ein Buch oder eine Cornflakes-Packung, und das Smartphone blendet, nach dem erfolgreichen Abgleich mit einer Datenbank, die Produktdaten ein – natürlich mit Bestell-Button. Aber Amazon hat dabei nicht nur das eigene Geschäft im Auge, sondern will den Nutzer auch grundsätzlich auf die Wissenssprünge helfen. Zu Kunstobjekten wird beispielsweise der passende Wikipedia-Artikel eingeblendet, bei Straßenschildern der Ort auf einer Karte markiert. 100 Mio Objekte hat die Firefly-Datenbank laut Amazon.
  • 3D-Funktion: Über diese Funktion war bereits im Vorfeld viel diskutiert worden (da vorab durchgesickert). Auf der Gehäusevorderseite sind vier Infrarotkameras integriert, die erkennen, aus welcher Entfernung und in welchem Winkel der Nutzer auf das Gerät schaut. So werden Objekte auf dem Bildschirm des Smartphones mit 3D-Effekt angezeigt, beispielsweise Wolkenkratzer auf einer Karte. Spielerei? Vielleicht, aber es gibt damit verbunden auch einen konkreten Nutzen bei der Lesefunktion: Per „Dynamic Perspective“-Funktion wird der Text von E-Books automatisch gescrollt, indem der Nutzer das Smartphone leicht kippt oder seinen Kopf bewegt (statt, wie beim iPhone, mit dem Finger über den Text zu wischen).
  • Kopfhörer: Eher ein kleines Detail, aber im Praxis-Einsatz ggf von Vorteil sind magnetische Ohrstöpsel, die verknotete Kopfhörer-Kabel verhindern sollen.
  • Mayday: Schon vom Amazon-Tablet bekannt ist der Mayday-Button, mit dem der Nutzer binnen 15 Sekunden direkt mit dem Kundenservice verbunden wird, um z.B. technische Probleme zu lösen. 

„Firefly“ in Aktion: Das Gerät erkennt auf einem Plakat eine Telefonnummer und reicht diese zur Telefon-App weiter.

3D-Funktion mit Bewegungssensor: Der Nutzer kippt das Gerät und erhält zu  Restaurants in der Nähe die Yelp-Bewertungen. 

Weitere Spezifikationen des Amazon-Smartphones:

  • Bildschirm: 4,7-Zoll-Bildschirm mit 1280 x 720 Pixel Auflösung.
  • Chip: Quadcore-Prozessor mit 2,2 GHz. 
  • Kamera: 13 Megapixel, optischer Bildstabilisator.
  • Speicher: 16 oder 32 Gigabyte, nicht erweiterbar. Jeder Fire-Phone-User bekommt unbegrenzten Speicherplatz z.B. für Fotos in seiner Cloud an. 
  • Kosten: In den USA ist das Gerät an einen Mobilfunkvertrag mit AT&T gekoppelt, 27 Dollar pro Monat für eine Sprach- und Datenflatrate mit 24 Monaten Laufzeit. Das Gerät selbst kostet 199 oder 299 Dollar. Enthalten ist eine einjährige Amazon-Prime-Mitgliedschaft (kostet sonst 99 Dollar) sowie der kostenlose Zugriff auf das gesamte Angebot von Amazon Music, Prime Instant Video sowie die Kindle-Leihbibliothek. Auslieferung soll am 25. Juli erfolgen.
Ob das Gerät nach Deutschland kommt, ist laut Amazon noch unklar.

Hier die Keynote im Video:

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