Die deutsche Antwort auf Goodreads?

Das Netz bietet zwar eine Fülle am Informationen – doch das Stöbern nach neuen Büchern ist in der Regel nicht so komfortabel wie im stationären Geschäft. Ein Problem, mit dem sich nicht nur Buchverlage (Stichwort „Discoverability“) beschäftigen, sondern auch Autoren.

Auf der Suche nach einer übersichtlichen Möglichkeit, interessante Bücher zu entdecken und neue Leser für sein eigenes Buch zu erreichen, hat der Selfpublisher und Software-Entwickler Helmut Pöll die Literatur-Plattform „Whatchareadin“ entwickelt. Das Konzept:

  • Die Lese-Community richtet sich in erster Linie an Leser, Selfpublisher und unabhängige Verlage. 
  • Im allgemeinen Forum können die Nutzer interessengesteuert nach Büchern stöbern. Jeder Nutzer kann seine gelesenen Bücher in einem virtuellen Buchregal präsentieren und weiterempfehlen, die Nutzer können sich gegenseitig folgen und sich per Chatfunktion austauschen.
  • Autoren können (ähnlich wie bei Facebook) eigene Gruppen einrichten, um ihre Titel zu präsentieren und mit ihren Fans zu diskutieren.
  • Auch die Ankündigung von Preisaktionen und Gewinnspielen sowie Leserunden gehören zum Angebot.

Der Name „Watchareadin“ erinnert an das Angebot der Mayerschen, die im Oktober vergangenen Jahres die Plattform „Was liest du?“ eingerichtet hat. Die Community des Filialisten umfasst gemeinsame Leserunden, „Lese-Challenges“, Monats-Gewinnspiele und ein integriertes Belohnungssystem, mit dem die Mitglieder ihre Punkte, die sie sich durch eigene Aktivität innerhalb der Community verdienen, gegen Bücher eintauschen können. 

Pöll selbst verweist auf ein amerikanisches Vorbild: Im Grunde genommen sei seine Plattform „eine Art abgespecktes Goodreads auf deutsch“, erklärt er dem Blog „e-book-news.de“. Mit „Watchareadin“ wolle er ein unabhängiges Angebot schaffen: „Mich hatte immer gestört, dass die namhaften Plattformen alle Konzernen gehören“, so der IT-Berater gegenüber literaturcafe.de. Gänzlich unabhängig ist seine Plattform allerdings nicht: „Watchareadin“ finanziert sich über die Affiliate-Programme von Amazon, Audible und Google.

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