Vision gegen Paperwhite

Der Marktführer und sein Herausforderer: Der Tolino Vision tritt gegen Amazons Kindle Paperwhite an.

Als sich die Tolino-Allianz vor einem Jahr erstmals der Öffentlichkeit präsentierte, machten die Partner keinen Hehl daraus, dass es ihnen darum geht, dem Marktführer etwas Konkurrenzfähiges entgegenzusetzen. Technologisch aufschließen, das ist auch das Motto, das zum neuen neuen Tolino-Reader der digitalen Arbeitsgemeinschaft passt – ein Gerät, mit dem der Edel-Reader von Amazon angegriffen werden soll.

Kleiner, schmaler, mit kontrastreicherem Display und schnellerem Umblättern – die wesentlichen Vorzüge des neuen Readers zeigen, dass der „Tolino Vision“ eher auf ein inkrementelles Hardware-Update als auf neue Maßstäbe für Reader setzt (insofern verfügt der „Vision“ über nichts Visionäres“). Die wesentlichen Änderungen bzw. Verbesserungen:
  • Erstmals verbaut die Tolino-Allianz ein Display der „E Ink Carta“-Technologie, das ein deutlich kontrastreicheres Schriftbild verspricht; der Kindle Paperwhite war der erste Reader, der diese neue Generation der Displays einsetzte.
  • Der Beleuchtungswechsel (an/aus) erfolgt per Knopfdruck.
  • Das Gehäuse des Readers ist kleiner und flacher und wirkt hochwertiger.
  • Ein neuer Prozessor (IMX 6) soll schnelleres Umblättern ermöglichen. 
  • Die Sprache im Menü kann von Deutsch auf Englisch umgestellt werden.
  • Eine Zahlensperre schützt vor unbefugtem Zugriff.
Das Gerät soll ab Samstag, 5. April 2014, bei den Partner-Buchhändlern für rund 129 Euro verfügbar sein.
Allein der Einsatz der neuen „E Ink Carta“-Technologie sowie der Preispunkt (beide 129 Euro) signalisieren, dass die T-Klasse mit ihrem neuen Gerät den Kindle Paperwhite, Amazons Edel-Reader-Modell, angreifen will. Der im vergangenen Jahr eingeführte Tolino Shine bleibt im Sortiment und soll bald mit einem kostenlosen Software-Update aktualisiert werden. Perspektivisch dürfte der „Shine“ die Reader-Palette unten abrunden, also als Einstiegsgerät fungieren.
„Vison“ gegen „Paperwhite“ – durch die PR-Botschaften, mit denen die Tolino-Partner ihr neues Gerät flankieren, zieht sich der Amazon-Vergleich wie ein roter Faden hindurch. Thalia-Chef Michael Busch erinnert daran, dass „der Marktführer“ in den USA und Großbritannien Anteile von 80 bis 90% auf sich vereine, während die Tolino-Partner diesem Trend hierzulande etwas entgegensetzten. Nina Hugendubel erklärt, man sei „zuversichtlich, dass wir einen angemessenen Marktanteil für Tolino auch langfristig durchsetzen.“ Und Christoph Röck, Geschäftsleiter New Media und Digital bei Weltbild, meint, die „harte Arbeit aller“ habe sich gelohnt, der Marktanteil und das extrem gute Feedback der Kunden seien „sensationell“.
Spezifikationen Tolino Vision:

  • Display: 6 Zoll E Ink-Carta-Display in HD-Auflösung mit integrierter Beleuchtung, 1024 x 758 Pixel, 16 Graustufen
  • Gewicht: 178 g
  • Akkulaufzeit: bis zu 7 Wochen 
  • Prozessor/RAM: Freescale i.MX 6 Solo Lite, 1000 MHz / 512 MB
  • Speicher, intern: 4 GB, 2 GB verfügbar
  • Speicher, extern: Micro-SD-Speicherkarte (SD und SDHC), bis zu 32 GB 
  • Cloud-Speicher: 25 GB, maximale Größe einer Einzeldatei: 500 MB Formate: Epub, PDF, TXT

Mehr technische Daten hier zum Download

Kommentare

2 Kommentare zu "Vision gegen Paperwhite"

  1. Tasten zum Blättern finde ich nicht gut.

  2. Und wieder einmal ohne Tasten zum Blättern.
    Privat bleibe ich lieber bei meinem alten Kindle Keyboard.

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