Dropbox geht in Berlin shoppen

Twitter-Nutzer haben sich schon seit langem gefragt, warum Henrik Berggren (Foto) so oft in die USA reist (und seine Follower darüber informiert). Jetzt sind die Hintergründe klar: Offenbar hat der CEO von Readmill Investoren getroffen. Und mit Dropbox offenbar einen Käufer-Interessenten für seine Social-Reading-Firma gefunden.
Wie Techcrunch berichtet, gibt es Gespräche zur Übernahme des Berliner Social-Reading-Dienstes. Der Kaufpreis liegt demnach bei rund 8 Mio Dollar, der Deal werde hauptsächlich in Form von Aktien finanziert. Die Gründer von Readmill würden zu Dropbox ziehen, nach San Francisco. 
Nach Einschätzung des Technologie-Blogs würde Readmill perspektivisch eingestellt oder auf Sparflamme fortgeführt, es gehe bei dem Deal eher darum, sich das Knowhow des Readmill-Teams einzukaufen. Readmill selbst äußerte sich bisher nicht zu dem Artikel.

Update: Readmill hat die Übernahme durch Dropbox bestätigt. Und verabschiedet sich wiefolgt von den Kunden:
„Readmill’s story ends here. Many challenges in the world of ebooks remain unsolved, and we failed to create a sustainable platform for reading. For this, we’re deeply sorry. We considered every option before making the difficult decision to end the product that brought us together.“

Das im Jahr 2010 gegründete Unternehmen, das seinen Dienst im Dezember 2011 startete, gilt in der Branche als wegweisend, was Social-Reading-Technologien betrifft. Die Apps für Android und iPhone sowie iPad ernteten sehr positive Bewertungen der Nutzer. Anders als z.B. bei Lovelybooks füllen die Readmill-Nutzer nicht händisch die virtuellen Regale mit ihren Büchern, stattdessen werden die Nutzerprofile bei Readmill aus den Informationen des aktuellen Leseverhaltens der Mitglieder gespeist. Diese können E-Books in die App von Readmill importieren und mit ihrem Readmill-Konto verknüpfen. Anschließend publizieren sie Informationen zum Konsum der jeweiligen Lektüre auf ihrem öffentlichen Readmill-Profil: Welche Passagen findet der Nutzer interessant? In welchen Büchern liest das Mitglied aktuell? Welche hat es zu Ende gelesen? Welche Bücher hat es in den Streams anderer Nutzer als „interessant“ markiert? Die Benutzerprofile umfassen analog zu Twitter die Anzahl der Follower.

CEO Berggren saß weltweit auf vielen Podien, um seine Firma vorzustellen. Mitte 2012 sicherte sich das Lese-Netzwerk eine Geldspritze der Wagniskapitalfirma Wellington Partners.
Doch trotz der positiven Resonanz in der Branche und bei den Nutzern blieb immer die Frage offen, wie sich Readmill monetarisieren lässt – wie verdient ein Social-Reading-Dienst (genug) Geld? Die Frage scheint beantwortet worden zu sein.
Hier ein Video-Interview von buchreport.de mit Readmill-Gründer Henrik Berggren aus dem November 2011: 

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