Lese-Häppchen als Zwischenmahlzeit

Im wachsenden Feld der digitalen Kurzgeschichten (s. buchreport-Webinar zum Thema) positioniert sich das Schweizer Start-up Brotseiten mit der Auswahl „maßgeschneiderter Lektüre für Pendler“. Für die Idee eines teils durch Werbung finanzierten Abomodells konnten die Gründer Marco Grüter und Adrian Fluri einige bekannte Verlage für sich gewinnen: Mit an Bord sind Verlage wie Suhrkamp, Hanser, Diogenes und Kein & Aber

Das Konzept:
  • Sortiment: Alle zwei Wochen erhalten die Nutzer der Brotseiten-App eine Auswahl an fünf Geschichten. Die Werke stammen von bekannten Autoren wie Alex Capus, Silvio Huonder, Franz Hohler oder Emil Steinberger sowie Kolumnisten, Slam Poeten und Newcomern. In Vergessenheit geratene Geschichten aus den Archiven verstorbener Autoren werden in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Literaturarchiv wiederentdeckt. „Wir möchten mit Brotseiten etablierten Autoren eine Plattform bieten und unentdeckten Talenten eine Bühne bieten, auf der sie sich neben bekannteren Autoren präsentieren können“, erklärt Mitgründer Adrian Fluri im Gespräch mit buchreport.de
  • Plattformen: Die App steht derzeit nur für iPhone und iPad zur Verfügung, eine Android-Version soll Ende des Jahres folgen. 

  • Aufbereitung: Alle Geschichten werden individuell illustriert, die Autoren mit handgezeichneten Portraits in den Vordergrund gerückt. Jede Geschichte kann in 15 bis 20 Minuten konsumiert werden und steht als Text sowie als Hörbuch zur Verfügung. Die Hörbuch-Version wird von Schauspielern in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Blindenbibliothek in Zürich und Promoton in Bern aufgenommen. 
  • Preisgestaltung: Die App kann kostenlos im App Store heruntergeladen werden. Fünf Startgeschichten sind kostenlos enthalten. Weitere Geschichten gibt es im Monatsabo für 9 Franken (ca. 7,30 Euro), im 3-Monatsabo für 24 Franken oder im Jahresabo für 80 Franken. Als ergänzende Einnahmequelle wird in der App auch Werbung eingeblendet, wobei diese so angelegt ist, dass sie den Lesefluss nicht unterbricht. 

  • Shop-Funktion: Wer nach der Kurzlektüre Appetit auf weitere Titels des Autors bekommen hat, kann über einen Shop-Button in der App weitere Titel von ihm erwerben. Die Bestellung wird über Orell Füssli Thalia abgewickelt. 
  • Ziele: Ist der Start in der Schweiz erfolgreich, wollen die Gründer ihre App auch in Deutschland und in Österreich lancieren. Nutzerzahlen geben die Schweizer noch nicht heraus, verweisen aber darauf, dass die Resonanz „über den Erwartungen“ liege.

Hier der Video-Trailer zur App: 

Kommentare

1 Kommentar zu "Lese-Häppchen als Zwischenmahlzeit"

  1. Lars Wenninger | 26. März 2014 um 22:28 | Antworten

    Toll gemachte App. Schön gestaltet erst noch Hörbucher inklusive. I like!

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