Minus auf ganzer Linie

Der Bildungsmedienmarkt hat im vergangenen Jahr leicht Umsatz verloren. Sowohl das Geschäft mit Bildungsmedien für allgemeinbildende, berufliche Schulen als auch in der Erwachsenenbildung verzeichnete Einbußen.
Laut Verband Bildungsmedien haben die Bildungsmedienhersteller 2013 rund 8000 digitale und Print-Titel auf den Markt gebracht. Der Umsatz der Branche sei um 2% auf 419 Mio Euro gesunken.
Die Sparten im Einzelnen:
Bildungsmedien für allgemeinbildende Schulen: Der Umsatz sank um 1% auf 301 Mio Euro. Wilmar Diepgrond, Vorsitzender  im Verband Bildungsmedien, beklagt, dass das deutsche Bildungssystem seit Jahren unterfinanziert sei, 2014 erwarte er aber eine Trendwende durch neue Lehrpläne in Bayern, für die Sekundarstufe II in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.
Erwachsenenbildung (nur Fremdsprachen und IT): Der Rückgang lag bei 3% (auf 69 Mio Euro). Hauptursache sei die anhaltende negative demografische Entwicklung in Deutschland sowie die zunehmende Flächenbereinigung im deutschen Buchhandel, die besonders den Bereich Selbstlernen betreffe.
Berufliche Bildung: Ein Minus von 4% auf 49 Mio Euro. Diepgronds Begründung: Die Anzahl der Ausbildungsverträge sei 2013 in Deutschland um etwa 4,5% zurückgegangen, das wirke sich auf die Umsätze bei den Bildungsmedien aus.
Digitale Bildungsmedien: Spielten weiterhin eine untergeordnete Rolle – trotz der wachsenden Akzeptanz an Universitäten, im Corporate Learning und dem privaten Lernen. „Die entscheidenden Märkte sind die des institutionellen Lernens. Dort sind digitale Produkte noch immer eine Randerscheinung. Es fehlen sowohl die entsprechenden Budgets als auch die nötige Infrastruktur“, so Diepgrond.

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