Holtzbrinck will sich Weltbild angeln

Bevor die Verhandlungen über eine Übernahme von Weltbild in die entscheidende Phase treten, ist durchgesickert, dass die Verlagsgruppe Holtzbrinck zum engeren Interessentenkreis gehört. Lübbe hat sich dagegen erwartungsgemäß verabschiedet.

Wie manager-magazin.de unter Berufung auf Finanzkreise berichtet, führt Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz derzeit Verhandlungen mit einer Handvoll Favoriten. Darunter sei neben mehreren Finanzinvestoren Holtzbrinck, die Konzernmutter von Verlagen wie Rowohlt und S. Fischer. Geiwitz habe den Bericht nicht kommentieren wollen.

Zwischen Holtzbrinck und Weltbild gibt es seit Jahrzehnten enge Geschäftskontakte:

  • Bis Mitte 2013 waren beide Konzerne mit je 50% an Droemer Knaur beteiligt; Weltbild hat sich, ohnehin verlegerisch auf dem Rückzug, vergangenes Jahr mit dem Hinweis aus dem Münchner Verlag verabschiedet, das händlerische Kerngeschäft ausbauen zu wollen.
  • Ebenfalls bis zum vergangenen Jahr waren beide Unternehmen, neben Axel Springer, Gesellschafter bei buecher.de; Holtzbrinck stieg aus, Weltbild stockte auf.
Vom Verhandlungstisch verabschiedet, so manager-magazin.de, hätten sich sowohl Thalia-Mutter Advent – das US-Private-Equity-Haus sei nur am Onlinegeschäft und an einem Teil der Filialen interessiert gewesen – als auch Bastei Lübbe. Dass Lübbe abgewunken hat, kommt nicht überraschend, bereits auf der Investorenkonferenz vor einigen Wochen erklärten die Kölner Verlagsstrategen, dass sie nur das Onlinegeschäft interessiert habe, aber die Zahlen nicht besonders attraktiv erschienen.
Der Kaufpreis, so das Wirtschaftsmagazin, „dürfte nach Angaben aus Branchenkreisen bei 50 bis 70 Millionen Euro liegen.“
Mehr zum Thema im Dossier von buchreport.de

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