Nook Press landet in Deutschland

Der deutsche Buchmarkt ist voll von Selfpublishing-Dienstleistern. Auf diesen wettbewerbsintensiven Markt stößt jetzt ein Unternehmen, das hierzulande kaum jemand mehr auf der Agenda hatte: Barnes & Noble weitet die hauseigene Selfpublishing-Plattform „Nook Press auf Deutschland aus.

Neben dem deutschen Markt startet Nook Press am Dienstag, 18. März 2014, auch in Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, den Niederlanden und Deutschland. Die Ausweitung des Selfpublishing-Programms ist Teil der Nook-Internationalisierung, im Rahmen derer B&N auch in Deutschland einen E-Book-Shop startete, allerdings nur in einer App für Windows 8-Geräte. Außerhalb der USA verkauft B&N nur in Großbritannien die eigenen Lesegeräte mit integriertem Shop.
Details zum Programm:
  • Die Autorenanteile sind nach Einschätzung von B&N konkurrenzfähig: Bei Bücher, die zwischen 2,50 und 9,49 Euro kosten, werden 65% des Listenpreises an die Autoren ausgeschüttet; oberhalb oder unterhalb des Preiskorridors liegt der Anteil bei 40%. Zum Vergleich: Bei Amazons Kindle Direct Publishing liegt der Autorenanteil bei 70% (2,60 bis 9,70 Euro) und ansonsten 35%.
  • Preisuntergrenze: 0,99 Euro, Obergrenze: 199,99 Euro.
  • B&N betont, dass für den Autor keine versteckten Kosten entstehen (etwa für den Download von E-Bookdateien, für den Amazon zusätzlich Geld verlangt, 12 Cent pro Megabyte).
  • Autoren erhalten ihre Verkaufsbeteiligung in den Währungen der jeweiligen Länder ausgezahlt, und zwar alle zwei Monate (bei Amazon monatlich).
  • Autoren können ihre täglichen und monatlichen Absatzzahlen kontrollieren.
  • Perspektivisch soll Nook Press auch in der Schweiz, Kanada und Australien starten.
  • In Großbritannien gewährt B&N ausgesuchten Autoren ein besonderes kostenloses Marketing, unter der Marke „Digital First“ sollen die Titel prominent im Shop neben den Verlagstiteln beworben werden.
  • Autoren erhalten einen „Live Chat“-Support, um Fragen rund um Nook Press zu klären.
  • Die E-Book-Titel können auch über andere Shops vertrieben werden, B&N verlangt keine Exklusivität.
B&N mischt bereits seit Mai 2010 auf dem Selfpublishing-Markt mit, das ursprüngliche Programm „PubIt!“ wurde 2013 in „Nook Press“ umbenannt. Kernstück ist ein webbasierter Editor, mit dem Autoren ihre Bücher schreiben, formatieren und redigieren können, um am Ende eine Epub-Datei zu generieren. 

Kommentare

1 Kommentar zu "Nook Press landet in Deutschland"

  1. Wo werden die eingestellten ebooks denn veröffentlicht?

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