So soll es mit dem aufgebohrten VlB weitergehen

Wie weit ist der Weg vom VlB zur Metadatenbank? Nach monatelanger Arbeit haben drei Projektgruppen ihre Ergebnisse zu Teilgebieten des Projekts präsentiert. Der erste Eindruck: Das Projekt erscheint sehr groß und komplex.
Drei Gruppen haben sich den Themen „Datenqualität und Semantische Suche“, „Digitale Vorschauen und Titelinformationssystem“ sowie „Bewertungsdatenbank“ gewidmet. Aus ihren Ergebnisse wurden konkrete Empfehlungen zur weiteren Umsetzung durch die MVB ausgesprochen. Ein konkreter Projektplan solle dann Mitte des Jahres ausgearbeitet werden, so die MVB.
Die wichtigsten Punkte der einzelnen Teams (und hier die komplette Wunschliste):
Datenqualität und Semantik
  • Die Daten im VlB sollen nach „Pflichtdaten“ (ohne die Titel nicht im VLB gemeldet werden können), „statusrelevanten Daten“ (die in einem finanziellen Anreizsystem berücksichtigt werden) und „Empfehlungen“ (wichtig, aber nicht im Anreizsystem berücksichtigt) differenziert werden.
  • Bessere Daten sollen durch ein Anreizsystem erreicht werden, das darauf hinausläuft, dass Verlage je nach Qualität ihrer Daten mehr oder weniger Titelmeldegebühren zahlen müssen.
  • Zur semantischen Erschließung soll eine Arbeitsgruppe gebildet werden, der auch die Barsortimente angehören. Die Arbeitsgruppe soll mögliche Anwendungsszenarien und Umfang einer semantischen Analyse erarbeiten.
Digitale Vorschauen

  • Angestrebt wird ein branchenweites Vorgehen.
  • Digitale Vorschauen sollen, losgelöst von der Printvorschau, als umfassendes Titelinformationssystem den Workflow zwischen Verlag und Buchhandel optimieren.
  • Der Fokus liegt auf Novitäten.
  • Ein gemeinsamer Datenpool soll zeitgleich allen Datenbankbetreibern bedarfsgerecht und in enger Verzahnung mit dem VLB zur Verfügung gestellt werden. 
  • Schnittstellen sollen zu bestehenden Verlagssystemen und zu den Marketing-, Warenwirtschafts- und Bestellsystemen der Buchhändler gebaut werden.
  • Die Datenhoheit liegt beim jeweiligen Verlag.
  • Fürs Sortiment entscheidend: die verlagsübergreifende Bündelung von Titeln.
  • Statt Funktionalitäten komplett neu zu entwickeln, will die MVB die Zusammenarbeit mit einem oder mehreren Partnern prüfen. Ihre Lösungen präsentiert haben die Unternehmen Softpoint, Edelweiss, Newbooks Solutions und Zero+.
Bewertungsdatenbank

  • Die Bewertungsdatenbank soll nur dann starten, wenn eine große Zahl von Buchhändlern mitmacht (mindestens 350 Buchhandlungen).
  • Täglich sollen mindestens 50 neue Bewertungen hinzukommen.
  • Finanziert werden soll die Bewertungsdatenbank aus dem Kreis der Teilnehmer, die Beteiligung von Barsortimenten und Verbundgruppen sei wünschenswert.

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