Höhere Gebühren für den Hörbuch-Basar

Zum Hörbuch-Marktplatz ACX hat Audible bisher mit Umsatzbeteiligungen von bis zu 90% gelockt. Damit ist jetzt Schluss: Die Amazon-Tochter hat ihre Ausschüttungen an Verlage und Autoren deutlich reduziert. Müssen bald auch die Kindle-Autoren kürzer treten?
Die neuen Konditionen hat Audible auf acx.com aufgeführt: Künftig erhalten die Rechteinhaber (statt bisher 50 bis 90%) nur noch eine Beteiligung von 40% am Umsatz, wenn sie ihre über ACX entstandenen Hörbücher exklusiv über Audible, Amazon und iTunes vertreiben. Wer seine Hörbücher auch über andere Marktteilnehmer verkaufen will, bekommt (statt bisher 25 bis 70%) nur noch 25%. Trotz der Kürzung verdienten die Verlage bzw. Autoren bei ACX immer noch mehr als beim Wettbewerb, betont Audible, begründet die Kürzung aber sonst nicht weiter. 

Auch das Bonus-Modell „Bounty“ wurde angepasst: Bisher erhielt jeder Rechteinhaber, dessen Titel zu den ersten drei von einem Neukunden heruntergeladenen Hörbüchern gehört, einen Bonus von 25 Dollar. Jetzt zahlt Audible nur noch 50 Dollar an den Rechteinhaber, dessen Hörbuch als erstes heruntergeladen wurde. 

Selfpublisher zunehmend in den Fokus gerückt

Über ACX können Autoren, Agenten, Verleger und weitere Rechteinhaber brach liegende Hörbuch-Rechte auswerten und sich mit Sprechern, Produzenten und Verlegern vernetzen, um Lizenzen zu verkaufen oder Titel produzieren zu lassen. Alternativ können die Rechteinhaber mit Hilfestellung von Audible ihre Hörbücher selbst aufzeichnen und produzieren. ACX fungiert nur als Distributor, die Rechte bleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern.
Während sich Audible beim Launch von ACX im Jahr 2011 stark an Verlage gewendet hat und mit Partnerschaften mit HarperCollins, John Wiley and Sons, Pearson Education und sogar Random House aufwarten konnte, hat sich der Marktplatz in den vergangenen Jahren zunehmend an Selfpublisher gewandt, berichtet der Blog „GigaOm“. Die Maßnahme bei ACX erinnere daran, dass Amazon auch seine Marktmacht im Selfpublishing-Bereich ausnutzen und die Konditionen für Kindle-Selfpublisher verschlechtern könnte, warnt Laura Hazard Owen. Denn Einführungspreise seien nunmal nicht in Stein gemeißelt.

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