Die Gesundheit der Buchbranche ist gefährdet

Erstmals hat die Zahl der unabhängigen Buchhändler in Großbritannien die 1000er-Marke unterschritten: Inzwischen gibt es nur noch 987 britische Indies, meldet die „Booksellers Association“ – ein Drittel weniger als noch 2005. Doch die Insel sendet auch positive Signale.
Laut Erhebung des britischen Buchhändlerverbands haben im vergangenen Jahr 67 Indies ihre Pforten geschlossen, während nur 26 neu eröffnet haben. Der Rückgang fügt sich nahtlos in den Trend der vergangenen Jahre ein. Seit 2005, als es noch 1535 unabhängige Buchhändler in Großbritannien gab, ist die Zahl der Indies kontinuierlich geschrumpft. 
Ursachen für die vielen Schließungen sieht das britische Branchenmagzin „The Bookseller vor allem in steigenden Mieten und Steuern, geringeren Frequenzen, dem Wettbewerb mit Supermärkten und Online-Händlern sowie der Kannibalisierung durch E-Books, die vorwiegend online und bei den Marktführern gekauft werden. 
„Die Buchbranche, der Staat und die Öffentlichkeit müssen realisieren, dass die Zukunft unserer Buchhandlungen – und damit die Gesundheit des Verlagswesens und der Lesekultur – gefährdet ist“, zeigt sich BA-Chef Tim Godfray alarmiert.

Trotz der vielen Schließungen gibt es aber auch positive Signale: Nach Zahlen des Buchhandelsverbands ist der Umsatz im unabhängigen Buchhandel im Weihnachtsgeschäft 2013 gegenüber dem Vorjahr um 1,3% gewachsen. „Es ist offensichtlich sehr hart, das lässt sich nicht leugnen, aber manche Händler scheinen etwas richtig zu machen“, erklärt BA-President Patrick Neale.

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