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Der Mann, dem zu viel glückte

Dem Verlags- und Handelsmanager Halff (62) schwant seit Längerem, dass sein beeindruckender beruflicher Lebensweg noch ein dramatisches Finale vorhält. Ein zwischenzeitliches optimistisches Szenario des Dramas enthielt sogar ein wunderbares Happy End mit rundendem Abschluss: Denn eigentlich sollte Weltbild, die (dann 40 Jahre) von ihm geformte Weltbild-Gruppe, nach einer heftigen Umbau- und Sanierungsphase 2015 wieder schwarze Zahlen schreiben.

Unternehmer mit Marktführeranspruch: Seit seinem Eintritt als 24-jähriger Verlagskaufmann im Jahr 1975 hat Carel Halff Weltbild zu einem der größten Branchenunternehmen aufgebaut, stets die Marktführung im Blick. Fürs Wachstum knüpfte der Manager vor allem mit der Buchhandels-Familie Hugendubel Allianzen. 

Seit dieser Woche hat der Mann, der aus einem Kirchenblatt einen Medienkonzern machte, in Augsburg nicht mehr viel zu sagen. Welche Fehler hat Carel Halff in seiner langjährigen, oft glänzenden Laufbahn gemacht?

Gekürzte Fassung eines Artikels, der im buchreport.express 3/2014 veröffentlicht wurde.
 
Dem Verlags- und Handelsmanager Halff (62) schwant seit Längerem, dass sein beeindruckender beruflicher Lebensweg noch ein dramatisches Finale vorhält. Ein zwischenzeitliches optimistisches Szenario des Dramas enthielt sogar ein wunderbares Happy End mit rundendem Abschluss: Denn eigentlich sollte Weltbild, die (dann 40 Jahre) von ihm geformte Weltbild-Gruppe, nach einer heftigen Umbau- und Sanierungsphase 2015 wieder schwarze Zahlen schreiben. Doch diese allzu freundliche Vision ist in den vergangenen Wochen geplatzt, als Halff den Gang zum Insolvenzgericht antrat. 
 
Obwohl oft hellsichtiger, innovationsbereiter und radikaler auftretend als viele Branchenkollegen, hat Halff die von ihm selbst angelegten Strukturen, das überkommene Geschäftsmodell mit Billigbüchern und die erhebliche Komplexität des gewachsenen Weltbild-Konzerns nicht abschütteln können. Die Etappen der Weltbild-Karriere:
 

Der Beichtvater

Carel Halff hat ab 1975 mit großem unternehmerischem Impetus fast aus dem Nichts einen Medien…

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Kommentare

1 Kommentar zu "Der Mann, dem zu viel glückte"

  1. Was immer unerwähnt bleibt, wie heißt denn der dritte Geschäftsführer, der zuvor Leiter strategische Geschäftsentwicklung war, ein Ex-McKinsey-Berater wie der langjährige Aufsichtsrat Dr. Kallen ? Warum wird der Name nie genannt, obwohl mit dieser Person alle wesentlichen Entscheidungen verknüpft sind ? Wo blieb denn die beratende Wirkung des Aufsichtsrats, der zumindest in der Person Kallen genau wusste, wie man ein Direkt-Marketing-Unternehmen führt und entwickelt (BurdaDirect, BurdaSystems). Und wo bleibt die Aufarbeitung rund um die Einstellung des Weltbild-Magazins, wo schon einmal ein grandioses Scheitern im Markt intern „belohnt“ wurde durch Beförderungen… zumindest das zuständige Management, die Redakteure mussten sich auf dem leergefegten Markt für ethische Journalisten etwas Neues suchen. Hätte diese Aufarbeitung 2001 statt gefunden, wäre vieles nicht passiert, was heute so überrascht. Es zeigt, wie stark das Unternehmen war, dass es 13 Jahre Niedergang und Fehlentwicklungen überlebt hat. Am Ende richtet dann der Markt brutal, aber nur das, was sich vorher selbst geschwächt hat.

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