Kölner planen China-Dependance

Mehr Digitales, Vertrieb internationalisieren – die Ziele von Bastei Lübbe sind seit längerem bekannt. Vor Investoren hat der Kölner Verlag aber neue Details zur Wachstumsstrategie vorgelegt.
Ganz oben auf der Agenda steht dabei der chinesische Markt, wo Bastei Lübbe bereits mit den eigenen Digitalserien („Apocalypsis“, „Coffeshop“) auf Leserfang geht. Angesichts des riesigen Marktpotenzials (nach einer Studie lesen schon 40% der Chinesen digital, 55% der Chinesen zwischen 18 und 70 Jahren lesen grundsätzlich Bücher) will Lübbe die Aktivitäten ausweiten.
In China will Lübbe ein Joint Venture, die Bastei Lübbe International Limited Hongkong, zum Vertrieb von E-Books gründen.  Aktuell verhandele man mit zwei Digitalplattformen über eine Kooperation. In einem zweiten Schritt sollen vor Ort in China gemeinsam Inhalte entwickelt werden. Der chinesische Markt sei der wichtigste ausländische Markt für Lübbe, erklärte Thomas Schierack, der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens (Foto: Mitte, neben den Vorstandskollegen Klaus Kluge, re., und Felix Rudloff, li.).
Auch in den USA will Lübbe ein Joint Venture gründen, um Inhalte zu vertreiben.

Für die spanischen und portugiesischen Märkte sollen bald auch eigene Inhalte übersetzt werden.

Weitere strategische Eckpfeiler von Lübbe:
  • Digitalgeschäft: Um das langfristige eigene Ziel, dass künftig kein Tablet weltweit ohne vorinstallierte Lübbe-App ausgeliefert werden soll, zu erreichen, verhandelt Lübbe aktuell mit einem Tablet- und Smartphone-Hersteller „aus den weltweiten Top-5″. Noch in diesem Jahr soll eine Serien-App auf rund 1 Mio Geräten ausgeliefert werden. Die Inhalte sollen per Flatrate (3,99 bzw 5,99 Euro pro Monat) angeboten werden.  
  • Autoren: Der Verlag will weitere Weltbestseller-Autoren zukaufen, um die Bücher über alle Produktbereiche hinweg zu vermarkten.
  • Bei internationalen Auktionen will Lübbe die eigene Position stärken.
  • Gaming: In den „360 Grad“-Ansatz will Lübbe Spiele einklinken, darunter Spiele-Apps und Browser-Games, um den Kinder- und Jugendbuchbereich abzurunden.
  • B2B: Lübbe will exklusive Inhalte für Unterhaltungs-Angebote und Kundenbindungsprogramme von Großunternehmen bereitstellen. Gespräche liefen mit Fluggesellschaften und der Deutschen Bahn.
  • Nonbook/Geschenkartikel: Auch mit dem eigenen Nonbook-Angebot will Lübbe ins Ausland gehen, künftig sollen die hauseigenen Räder-Produkte auch z.B. in Großbritannien, Frankreich, Norwegen und Neuseeland angeboten werden. Im Geschäftsjahr 2014/15 soll der Auslandsumsatz auf 800.000 Euro verdoppelt werden.  

Kommentare

3 Kommentare zu "Kölner planen China-Dependance"

  1. Und was sagt der Verleger dazu?

  2. Klingt absolut größenwahnsinnig, aber ahnungslose Investorenbubis werden hyperventilieren…

  3. Gut, dass Bastei Lübbe es wagt und weiter in das internationale Digitalgeschäft investiert!

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