Wiedergeburt eines Print-Dinosauriers

Über 4,4 Mio Artikel, mehr als 20 Mio Nutzer – die englischsprachige Mitmach-Enzyklopädie Wikipedia hat Ausmaße erreicht, die in gedruckter Form bislang kaum vorstellbar waren. PediaPress will dies ändern. Der Wikimedia-Partner und Print-on-Demand-Anbieter will das komplette Online-Lexikon auf Papier bringen. 

Um das ambitionierte Großprojekt zu finanzieren, will der in Mainz ansässige Print-on-Demand-Anbieter 50.000 Dollar über das Crowdfunding-Portal Indiegogo einsammeln. Die komplette englische Wikipedia mit ihren 4,3 Mio Artikeln soll rund 1000 Bücher mit je 1200 Seiten füllen. Auf diese Weise möchten die Mainzer visualisieren, wie groß das Wikipedia-Projekt inzwischen geworden ist.
Insgesamt würden die Lexika eine Regalfläche von 10 x 2,5 Meter füllen, erklärt PediaPress auf indiegogo.com. Die gedruckten Lexika sollen in schwarz-weiß erscheinen, bei ausreichender Finanzierung wäre auch eine farbige Ausgabe möglich.

Da die Bücher innerhalb weniger Sekunden überholt sind, sollen ergänzend „Live-Updates“ aus der Online-Plattform auf Endlospapier gedruckt werden. 

Das Ergebnis soll auf der jährlichen Wikipedia-Konferenz Wikimania in London im August 2014 ausgestellt werden.
Hier das Video zum Projekt:

Auch der Verlag Zenodot hatte 2006 geplant, die komplette deutsche Wikipedia in gedruckter Fassung zu publizieren – damals hätten die Online-Artikel 100 Bände mit je 800 Seiten gefüllt. Das Projekt wurde aber nicht realisiert, weil sich der Verlag mit den Autoren nicht über Vergütung, Nutzungsrechte und Lizenzen einigen konnte. 

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