Wir sind noch da

In der aktuellen Krise geht Weltbild jetzt mit Nachdruck in die Offensive: Am morgigen Donnerstag (30. Januar) startet das Unternehmen eine TV-Kampagne. Darin bekennen sich Mitarbeiter des insolventen Medienhändlers zu ihrem Arbeitgeber und versichern den Kunden vorm Bildschirm, das Geschäft werde nicht zum Erliegen kommen.

Mit Botschaften wie „Ich bin gerne für Sie da – auch in Zukunft!“ und „Wir geben Gas für unsere Kunden!“ sollen Leistungsbereitschaft und Verlässlichkeit vermittelt werden. Als zusätzliche Werbeaussage stehe das Alleinstellungsmerkmal von Weltbild im Zentrum: die preisgünstigen Lizenzausgaben.

Die Idee, die Mitarbeiter selbst zu Wort kommen zu lassen, entstamme direkt der Belegschaft, betont Weltbild.

Bis zum 9. Februar sollen auf 22 Fernsehsendern über 1300 Spots geschaltet werden. Ein aufwendiges und teures Projekt für den insolventen Konzern – auch wenn Weltbild erklärt, die beteiligten Agenturen hätten „aufgrund der jahrelangen guten Zusammenarbeit ihr Engagement für den Spot teils unentgeltlich, teils auf Selbstkostenbasis erbracht“.

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Kommentare

5 Kommentare zu "Wir sind noch da"

  1. hat schon mal wer überlegt wie viele kleine Buchhandlungen aufgrund von Weltbild und amzon in den letzten jahren schliessen mussten – leider haben diese kleine geschäfte keine Lobby und denen hilft auch keine kirche mit Millionen

    • zu waltraud:
      Besten Dank für Ihren wichtigen Aspekt, der doch hier etwas leider bei den Themen Weltbild und Amazon übersehen wurde.
      Die Verdrängung geht ständig weiter und dies ist eben nicht von Vorteil. Kleinere Buchhandlungen sind doch auch von ihrer Nische stark in der Beratung und solche Buchhandlungen dürfen nicht vergessen werden.
      Mit ihren Ausführungen haben sie da völlig recht.
      Ich selber gehe zumeist nur in kleinere Buchhandlungen. Da kann man sich noch in Ruhe umsehen und es gibt noch eine individuelle Beratung.
      H. Kraft

  2. Wie wäre es denn, wenn jeder Deutsche, der ein Herz für Weltbild hat, genau 1,00 Euro spendet, da könnte doch der Kunde quasi den Konzern retten, und ein sehr enges Verhältnis schaffen zu einer Verlagsgruppe die nie und nimmer vom deutschen Buchmarkt verloren gehen darf!

  3. Dieser Slogan der Mitarbeiter: ,Wir sind noch da…` ist schon gut.
    Er müsste auch von der Kirche sozusagen noch getragen werden.
    Weltbild muss auch seine Kernkompetenzen neu festlegen und diese, z. B. im Katalog und Online-Geschäft erhalten.
    Nur sollten die Kosten für Weltbild überschaubar sein und nicht zu sehr ausufern. Kontrollinstanzen müssen da sein.
    Nur in einem ,Miteinander` von allen Beteiligten ist eine Chance für Weltbild vorhanden. Dazu muss der Wille aber vorhanden sein.
    H. Kraft

  4. Klingt gut. Ich hoffe, Weltbild bleibt als OnlineShop erhalten. Kaufe dort schon seit Jahren ein und finde das Sortiment und Service sehr gut. Blättere auch immer wieder gerne den Katalog durch, wenn er ca. monatlich im Briefkasten ist. Toi, toi, toi, Weltbild.

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