Spürhund landet in Ungarn

Endlich wieder etwas zu lachen: Txtr kooperiert in Ungarn mit der Telekom, um den Beagle-Reader zu verkaufen.

Nein, der Beagle ist noch nicht die Erfolgsgeschichte, die sich Txtr erhofft hat. Und doch ist es den Berliner gelungen, den kleinen E-Reader in Kooperation mit einem Telko-Riesen auf den Markt zu bringen: Nach dem jetzt erfolgten Start in Ungarn – über ein Jahr, nachdem buchreport.de exklusiv den neuen Reader angekündigt hatte – sollen weitere Länder folgen.

Bereits Mitte Oktober hatte Txtr für die Telekom in Ungarn einen E-Book-Shop (900.000 ausländische, 3000 ungarische Titel) gelauncht, jetzt folgt die Txtr-Hardware:
  • Umgerechnet rund 30 Euro zahlen jene Telekom-Kunden für den Reader, die eines von drei Smartphones (Samsung Galaxy Young, Sony Xperia M oder LG L7 II) mit einem Zwei-Jahresvertrag kaufen.
  • Alternativ können Nicht-Telekom-Kunden das Gerät für umgerechnet 60 Euro kaufen.
  • Vertrieb: Der Beagle wird im Online-Shop der Telekom Ungarn angeboten, außerdem in einigen Telekom-Filialen in Budapest sowie ab Mitte Januar in allen ungarischen Telekom-Geschäften.   
  • Vorinstalliert sind zwei E-Books und eine Leseprobe von Jo Nesbo (insgesamt können nur rund 5 Titel auf dem Beagle gespeichert werden).
Im Vorfeld des Ungarn-Starts hatte CEO Thomas Leliveld im Gespräch mit buchreport eingeräumt, dass sich im Gespräch mit den großen Mobilfunkanbietern die Unsicherheit auf Seiten der Telko-Firmen gezeigt habe – Unsicherheit angesichts des neuen Geschäftsmodells, einen Reader auf den Markt zu bringen, der erst durch den folgenden Verkauf von Inhalten refinanziert werde.
Txtr selbst habe den Unternehmen durch den Direktvertrieb – im Sommer verkauften die Berliner ohne großes Marketing eine vierstellige Zahl an Geräten (à 19,99 Euro) binnen 72 Stunden direkt an Endkunden – bewiesen, dass es Interesse an dem Gerät auf dem Markt gebe. Die Hälfte dieser Kunden kaufe, wie die Auswertung der Daten zeige, häufig Bücher – Daten, mit denen Txtr offenbar die Telekom-Manager in Ungarn ködern konnte.
Jetzt soll es nach den Plänen der Berliner möglichst Schlag auf Schlag geben: 
  • Bereits am 15.12. wurde die Txtr-App geupdated, jetzt können die Beagle-Geräte nicht nur von Android, sondern auch von Apple-Geräten aus mit neuen E-Books befüllt werden (die Smartphone- oder Tablet-Anbindung ist das Spezifikum des Readers).
  • In Asien sei man ebenfalls weit mit den Verhandlungen mit einem Telko-Anieter.
  • Ein neues Gerät soll es vorerst nicht geben, gleichwohl seien die Spezifikationen eines Beagle-Nachfolgers schon heute klar (besseres Display, stärkerer Akku, evtl. größeres Display).

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