Rückenwind von 250 Verlagen

Bertelsmann hat erstmals nach dem Start der Verlagsgruppe Penguin Random House Quartalszahlen veröffentlicht. Der Medienkonzern verzeichnete in den ersten neun Monaten Zuwächse bei Umsatz und Gewinn.
In der Quartalsmeldung verzichtet Bertelsmann darauf, näher auf das erste Quartal des im Juli 2013 gestarteten Joint Venture mit Pearson einzugehen. Es heißt lediglich, die Position von Bertelsmann sei durch die Allianz von insgesamt 250 Verlagen, bei denen 70 Nobelpreisträger unter Vertrag seien, gestärkt worden. Von Juli bis September habe PRH 179 Titel auf den Bestsellerlisten der „New York Times“ platzieren können. Zum Vergleich: 2012 konnte Random House (ohne Penguin-Hilfe) 252 „NYT“-Bestseller landen. Zu den Top-Sellern zähle „Inferno“ von Dan Brown (hierzulande bei Lübbe statt Random House erschienen) und „Lean in“ von Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg (hierzulande bei Econ erschienen, beste Platzierung auf der SPIEGEL-Bestsellerliste allerdings nur 27).

Auf der Frankfurter Buchmesse hatte sich bereits PRH-Chef Markus Dohle positiv zum ersten Quartal des Verlagsriesen geäußert. Bei einer von mehreren Fachmagazinen der Branche, darunter buchreport, in Kooperation mit der Frankfurt Academy organisierten Veranstaltung (hier mehr dazu) erklärte Dohle, die „Allianz aus 250 kleinen und mittleren Verlagen“ habe das erste Quartal erfolgreich abgeschlossen. Man habe eine „sanfte Landung“ angestrebt und auch erzielt – „denn das, was wir tun, hat sich nicht verändert“, versicherte Dohle vor über 100 Zuschauern auf der Buchmesse. 

In den ersten sechs Monaten des Jahres hatte Random House (ohne Penguin) beim Umsatz 3% (auf 915 Mio Euro) verloren, den operativen Gewinn (Operating EBIT) aber auf den Rekordwert von 117 Mio Euro erhöhen können (hier mehr Zahlen zum Halbjahr).

Die wesentlichen Kennziffern der 9-Monats-Bilanz von Bertelsmann:
  • Der Umsatz wuchs um 0,3% auf 11,45 Mrd Euro.
  • Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 3% auf 1,47 Mrd Euro.
  • Beim Konzernergebnis konnte Bertelsmann nach 9 Monaten bereits mit 622 Mio Euro den Vorjahreswert (619 Mio Euro) übertreffen. Vorstandschef Thomas Rabe erklärte, er erwarte 2013 einen Anstieg des Konzernergebnisses um mehr als 20%.  Dazu hätten neben der Fernsehtochter RTL Group auch einige Dienstleistungsgeschäfte beigetragen. 
Rabe betont in einer Pressemitteilung, dass Bertelsmann erste Erfolge beim Ausbau seines Bildungs-Geschäfts verzeichne. Der Bereich solle neben den medialen Inhalten und Dienstleistungen langfristig zur dritten Säule von Bertelsmann ausgebaut werden.

Die neue Bertelsmann-Finanzchefin Judith Hartmann lobt die „Ertragsstärke“ von Bertelsmann. Man sei finanziell in einer sehr guten Verfassung. Zur Umsetzung der Konzernstrategie könnten in den nächsten Jahren „mehrere Milliarden Euro“ investiert werden.

Foto: Bertelsmann

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