Enthüllungen über Enthüller

Die Enthüllungen von Edward Snowden halten Welt und Buchmarkt in Atem. Kommendes Jahr erscheint bei Droemer Knaur mit „Die globale Überwachung“ ein Buch von Glenn Greenwald, dem ehemaligen „Guardian“-Journalisten, der die Snowden-Informationen an die Öffentlichkeit trägt. Bei Suhrkamp wird mit „Big Data“ ein Buch von Heinrich Geiselberger zu dem Thema publiziert. Doch bereits Jahre zuvor sorgte die Internetplattform Wikileaks durch ihre Enthüllungen bei so mancher Institution oder gar ganzen Staaten für schlaflose Nächte. Am Donnerstag (31.10.) kommt die Wikileaks-Story ins Kino.

Die Handlung: 2011 arbeitete der Ex-Wikileaks-Vize Daniel Domscheit-Berg (im Film dargestellt von Daniel Brühl) seine Zeit bei der „Website“ in „Inside Wikileaks“ (Ullstein) auf. Darin wird auch der ebenso charismatische wie umstrittene Chef-Leaker, Julian Assange (im Film gespielt von Benedict Cumberbatch), näher beleuchtet. 

Einen ähnlichen „Insider“-Ansatz versucht Luke Hardings Buch „WikiLeaks“, das dieses Jahr beim Leske Verlag erschienen ist. Weitere „Wikileaks-Titel“ liegen bei Suhrkamp und Goldmann vor. 

Hier der Trailer zum „Inside Wikileaks“:

Weitere Filme mit Buchbezug ab 31. Oktober im Kino:

„Thor – The Dark Kingdom“

Eigentlich sollte für Thor (Chris Hemsworth) die Welt in Ordnung sein. Sein überambitionierter Bruder Loki (Tom Hiddleston) ist in die Schranken gewiesen und der Konflikt mit Jotunheim ist beigelegt. Leider ist er als Gott für neun Welten verantwortlich, die er wieder ins Gleichgewicht bringen muss. Zudem droht Gefahr durch die Dunkel-Elfen. Älter als das Universum selbst, ist deren Anführer Malekith (Christopher Eccleston) sogar für Göttervater Odin (Anthony Hopkins) zu mächtig. Nun ist Thors ganzes Können gefragt, auch zum Wohle seiner weltlichen Liebe Jane (Natalie Portman).

1962 erblickte der göttliche Superheld Thor das erste Mal das Licht der Comic-Welt. Die Hefte um die vom kongenialen Duo Stan Lee und Jack Kirby für Marvel geschaffenen Figur werden hierzulande bei Panini herausgegeben. Zuletzt ist dort „Thor – Gott des Donners 1“ erschienen. Teil 2 erscheint Anfang Dezember.

Der Trailer zum Film:

„Die Nonne“

Frankreich im 18. Jahrhundert: Die unehelich gezeugte Suzanne (Pauline Etienne) wird gegen ihren Willen ins Kloster geschickt. Als dort die gutmütige Oberin von einer grausamen Äbtissin (Louise Bourgoin) abgelöst wird, beginnt für sie eine Leidenszeit. Auch als es ihr gelingt, in ein anderes Kloster versetzt zu werden, um den klerikalen Repressionen zu entfliehen, sieht sie sich in der neuen Stätte den körperlichen Gelüsten der dortigen Oberin (Isabelle Huppert) ausgesetzt.

Denis Diderot verarbeitete in „Die Nonne“ seine Ablehnung gegenüber dem Gottesgnadentum und der Deutungshoheit der Kirchen. Der Aufklärer und Enzyklopädist schrieb den Roman bereits 1760/61, doch erst 1796 wurde das Werk in Frankreich gedruckt, vier Jahre nachdem es in Deutschland veröffentlicht worden war und zwölf Jahre nach seinem Tod. Zum Filmstart von „Die Nonne“ hat Tredition das kirchenkritische Werk als „Roman zum Film“ neu aufgelegt.

Hier einige Eindrücke aus der Literaturverfilmung:

 

„Alphabet“

Nach „PISA für Erwachsene“ war der Aufschrei wieder einmal groß: „Deutschland ist nur Durchschnitt“. Und wie immer lautete der einmütige Tenor, dass mehr Investitionen in die Bildung erfolgen müssten und dass sich im Bildungssystem generell etwas ändern müsste. Doch es ändert sich nichts.

In seiner Dokumentation „Alphabet“ zeigte der österreichische Filmemacher Erwin Wagenhofer, dass unser Bildungssystem zu weiten Teilen ein Relikt aus Zeiten der industriellen Revolution ist. Die Schule ist demnach darauf ausgelegt, vor allem gut funktionierende Gesellschaftsmitglieder hervorzubringen, die im besten Fall darauf ausgelegt sind, sich durch gute Performances im Assessment-Center hervorzutun. Zugespitzt formuliert Wagenhofer: „98% aller Kinder kommen hochbegabt zur Welt. Nach der Schule sind es nur noch 2%.“

Neben der Analyse des gegenwärtigen Systems bringt der Autor und Regisseur auch Beispiele für Veränderung und mögliche Lösungswege. Im Ecowin Verlag erscheint dazu mit „Alphabet – Angst oder Liebe“ das Buch zum Film, das laut Verlagsangaben mit „bisher unveröffentlichtem Material, Interviews, Berichten von den Dreharbeiten zum Film“ und mehr aufwarten kann.

Hier eine Vorschau:

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