E-Reading en español

Auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern im E-Book-Bereich verbünden sich immer häufiger Buchhandel und Telko-Anbieter. So zu sehen bei der Tolino-Allianz in Deutschland (hier mehr), dem Schulterschluss von 24symbols und Zed sowie ganz aktuell dem Nubico-Projekt in Spanien.
Während die Bertelsmann Buchclubs hierzulande gemeinsame Sache mit der Telekom (sowie Thalia, Hugendubel und Weltbild) machen, hat sich die Bertelsmann-Beteiligung Círculo de Lectores in Spanien mit dem Verlag Planeta und, als Technik-Partner, dem Telekommunikations-Dienstleister Telefonica zusammengetan, um „Nubico“ an den Start zu schieben. Zum Hintergrund: Der Círculo ist ein Joint Venture von Bertelsmann und Planeta (je 50%). 
Die Grundzüge des mit Skoobe vergleichbaren E-Reading-Angebots:
  • Nubico ist ein cloudbasiertes E-Book-Abonnement, bei dem die Nutzer gegen Zahlung von 8,99 Euro Zugriff auf den digitalen Katalog erhalten. Doch anders als bei Skoobe sind bei einzelnen Frontlist-Titeln weitere 1,99 bis 3,99 Euro pro Monat fällig.
  • Pro Monat können maximal 5 Titel ausgeliehen werden; zum Vergleich: Bei Skoobe kosten 3 Regalplätze (gleichzeitig ausleihbare Titel) 9,99 Euro, 5 Plätze 14,99 Euro und 15 Plätze 19,99 Euro, bei Skoobe kosten Frontlist-Titel nicht extra. 
  • Die Nubico-Nutzer können die abonnierten Titel auf fünf Geräten lesen (E-Reader, Tablets, Smartphones, PC, entsprechende Apps für iOS und Android liegen vor).
  • Zum Start liegen rund 4000 Titel vor, vorwiegend von Planeta, die Plattform soll jedoch allen spanischen Verlagen offen stehen. Bei Skoobe heißt es, man habe über 25.000 Titel von über 400 Verlagen (neben den Gesellschafter-Verlagen Titel u.a. von Campus, Herder, Dumont und Lübbe) auf der eigenen Plattform – man habe allein im vergangenen Jahr 250 neue Verlage akquiriert und die Titelzahl verdoppelt, heißt es aktuell bei Skoobe.
Besonders für 24symbols dürfte der Wettbewerb in Spanien künftig schärfer ausfallen. Der E-Book-Dienst wurde 2010, im gleichen Jahr wie Skoobe gegründet (Skoobe ging allerdings erst später, im Februar 2012, an den Start) und agiert heute in Spanien und Großbritannien. Im Mai beteiligte sich Zed am Unternehmen, ein auf mobile Services (Technologie und Inhalte) spezialisiertes Unternehmen, das die internationale Vermarktung des E-Book-Dienstes übernimmt. Zed kooperiert nach eigenen Angaben mit fast 200 Telefongesellschaften und hat Zugriff auf 414 Mio Kunden.
Im Interview mit buchreport.de hatte Gründer Justo Hidalgo im Mai 2013 erklärt, dass sich 24symbols zunächst auf Spanien und Großbritannien sowie Lateinamerika konzentrieren werde. „Aber unsere Vereinbarung mit Zed versetzt uns in die Lage, auch andere Länder anzusteuern.“

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