Flatrate-Modelle auf dem Vormarsch

Seit dem Start von Oyster, eReatah und Scribd (buchreport.de berichtete) stehen Flatrate-Modelle für E-Books in der US-Buchbranche ganz oben auf der Agenda. Während sich Oyster inzwischen allen Nutzern geöffnet hat, gewährt Scribd einen Einblick in seine Statistiken.

Oyster ist jetzt auch für das iPad verfügbar.

In den ersten Wochen war Oyster noch ausgewählten Kreisen vorbehalten, jetzt hat sich das Start-up der breiten Öffentlichkeit geöffnet. Zum Start bietet Oyster einen Test-Account für 30 Tage an. Neben der iPhone-Version steht jetzt auch eine iPad-App zur Verfügung. Die Nutzerzahlen hat das Unternehmen bisher nicht bekannt gegeben.
Auch beim Konkurrent eReatah können Interessierte sich jetzt für einen Test-Account bewerben. Noch ist eReatah nur in der Beta-Version verfügbar. Der Flatrate-Dienst ist bereits seit dem Start für iPhone und iPad verfügbar.
Während sich Oyster und eReatah bisher kaum in die Karten schauen lassen, hat Scribd zur Frankfurter Buchmesse einige Nuterdaten präsentiert:
  • Demnach ist das iPad für die Nutzer des Flatrate-Anbieters zurzeit das wichtigste Lesegerät (mit deutlichem Abstand zum PC und zu Android-Geräten). 
  • Das wichtigste Genre ist Belletristik, beliebt sind aber auch Business-Bücher, Biografien und Ratgeber. 
  • Die Power-User von Scribd (laut GigaOm allerdings nur 2% der Nutzer) lesen demnach 10 Bücher pro Monat. 

Kommentare

4 Kommentare zu "Flatrate-Modelle auf dem Vormarsch"

  1. Interessant, dass auf buchreport weiterhin Werbung für Scribd gemacht wird, eine Seite, die man mit einigem Recht als größte Ebook-Piratenseite der Welt (Alexa-Rank zur Stunde weltweit 280) bezeichnen kann. Die Bücher von Verlagen publiziert, ohne diese zu fragen. Die Bücher zu nicht unerheblichem Anteil aus eindeutig illegalen Quellen bezieht und bei der Gelegenheit sogar noch deren URL publiziert. Ich weiß von mehreren, auch deutschen, Großverlagen, denen Scribd – auch unter konservativsten Ersatzraten-Annahmen – bereits Millionenverluste verschafft hat und die wünschten, die Seite würde so schnell wie möglich von der Bildfläche verschwinden. Dagegen ist z. B. spiegelbest vergleichsweise eine harmlose Angelegenheit.

    Um nur mal ein Beispiel (von sehr vielen) zu bringen:

    http://de.scribd.com/doc/49375

    Zur Stunde 18,838 „Views“ (= freie Downloads) bei einem Ladenpreis von 159,95 € (man kriegt’s aus irgendwelchen Gründen bei amazon.de auch für 315,33 €), geteilt durch 100 (Ersatzrate von 1%), ist gleich … na? Tja.

    Als buchreport wäre ich da ein wenig vorsichtiger, nicht dass noch jemand wegen „Mitstörerhaftung“ o. ä. klagt, zumal, da es im Moment einige Abmahnanwälte gibt, die nach neuen Betätigungsfeldern suchen.

    Mag sein, dass eine Flatrate die Zukunft (auch) der Buchbranche ist, aber eine Flatrate von 0 $/€? Ich bezweifle, dass die Buchbranche das für ein erstrebenswertes oder gar noch zu bewerbendes Modell hält.

    Oder anders gesehen: Nur weiter so! Ich werde immerhin dafür bezahlt, was gegen diese Seite zu unternehmen. Freu mich jetzt schon, sollte sie mich aufgrund dieses Kommentars verklagen.

    • Hallo Herr Bonik, offenbar haben Sie da etwas verwechselt: Wir machen keine Werbung für Scribd, wir berichten darüber, dass sich Scribd offenbar zu einem E-Book-Anbieter entwickeln will, und das mit einem Großverlag wie HarperCollins an Bord. Sollten deutsche Verlage Kritik an Scribd äußern, werden wir natürlich auch darüber berichten.

      • Netter Hinweis! Ich habe dort aus Spass mal nach dem Duden gesucht – ein Werk hatte fast 100.000 Views. Nicht schlecht! Ich vermute dahinter eine PR Aktion des Cornelsen Verlags. Sie haben natürlich mit Ihrer Bemerkung recht, FALLS es ein Deutscher Verlag bemerken und es nicht so ganz O.K. finden sollte, so wäre des sicher eine Rechtfertigung für einen Artikel. DTV, Heyne, Suhrkamp, … warum sollte die es interessieren, dass es da deren Ebooks da für Umme gibt? Ist doch ganz normal, oder?

      • Ich verwechsel offenbar Piratenseiten, die eine Totenkopfflagge posten (böse! nur nicht erwähnen!), und solche, die mit parasitären Mitteln Milliarden per Börsengang erbeuten wollen (cool! Die machen Amazon das Buchgeschäft kaputt [nun ja, allen anderen auch]). (Ein Glück, dass so ein Börsengang eine Achillesferse ist. Und da wird dann erst zugeschlagen, dann berichtet.)

        Was sind denn bei sowas Eure Krititerien? Ab welcher Größenordnung gilt man nicht mehr als Pirat, sondern als „E-Book-Anbieter“?

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