Noch solide im Plus

Ein Drittel seines Jahresumsatzes macht der Buchhandel im 4. Quartal, bei den Kindermedien entfallen sogar 37% auf das Herbst- und Weihnachtsgeschäft. Wenn nach neun Monaten ein Strich gezogen wird, geht zumindest das Kinderbuch (bis 11 Jahre) mit einem kleinen Polster ins Finale.

Zwar schwächelt der September auch im Nachwuchssegment, aber bis  Ende August hatte das Kindersegment bereits ein solides 5%-Plus aufgebaut, das sich aus drei Wachstumsbereichen speist: Bilderbücher, Erzählungen/Romane bis 11 Jahre sowie Spielen und Lernen, darunter auch die mit interak­tiven Lesestiften (vor allem: Tiptoi) zu nutzenden Bücher. Dagegen haben Vorlesebücher und Erstlesebücher sowie jene Sachbücher, die nicht Spielen und Lernen zugerechnet werden, im bisherigen Jahresverlauf verloren.

Besonders Sachbücher ab 8 gelten als schwierig. Die Verlage arbeiten kräftig, um bei aller Medienkonkurrenz noch den Weg zum jungen Leser zu finden:  Durch außergewöhnliche Einzeltitel, die sich gestalterisch, durch einen Mehrwert oder ein ungewöhnliches Thema von der Masse abheben, oder durch einen starken Serienauftritt. Gerade bei den wichtigen Reihen tut sich einiges:

  • Carlsen hat für Kinder von 8 bis 10 jetzt die ersten sechs Titel seiner neuen Softcoverreihe mit dem Namen „Explorer“ herausgebracht.
  • Tessloff erneuert seine „Was ist was“-Kernreihe für Kinder ab 8 Jahren. Im Oktober erscheinen 30 Bände in einem komplett neuen Design und Format.
  • Ravensburger hat gerade die Reihe „Wieso? Weshalb? Warum? Profiwissen“ gestartet. Die Zielgruppe sind Kinder von 8 bis 12 Jahren.

Kommentare

1 Kommentar zu "Noch solide im Plus"

  1. Es muss hier den Verlagen Carlson, Ravensburger und Tessloff einmal ein großes Lob dafür ausgesprochen werden, dass sie sich mit viel Mut, Zeit und Engagement den Bilderbüchern und Spielen in ihrer Entwicklung widmen. Auch einen Dank an Autoren/innen und den vielen Lektoren in diesen Verlagen.
    Und es ist ein gutes und auch tolles Zeichen, dass man da auch noch ein Plus erzielen konnte. Dies bedeutet doch, dass die Zuwächse größer werden.
    Kinder benötigen vor allem noch Bilderbücher und auch Spiele mit denen sie ja auch ihre kleine Welt begreifen und zu verstehen lernen. Und Bilderbücher wollen und können ja mehr: Besonders können sie Kinder für eine Geschichte in Bildern begeistern und eben dadurch stellen Kinder auch ihren Eltern und den Erzieherinnen im Kindergarten Fragen.

    Bilderbücher und Spiele sind ein wichtiges Erziehungsinstrument und gehören einfach zu einem Aufwachsen der Kinder dazu.
    Auch schenken sie Freude in einem spielerischen Tun und regen das Denken an.
    Und Bilderbücher und Spiele haben doch auch oft einen neuen Überraschungseffekt bei den Kindern.
    Ich kann nur diese drei Verlage Carlson, Ravensburger und Tessloff weiterhin ermutigen inhaltlich gute und überzeugende Bilderbücher und Spiele im Verbund mit den Autoren/innen und Lektoren auf den Buchmarkt zu bringen.
    Kinder sollten ihre ,kleine Welt` noch mit Bilderbüchern und auch mit Spielen erleben können und nicht durch digitale Medien einfach wahllos überhäuft werden.
    Man könnte dadurch auch die ,kleine Welt` von Kindern zerstören und deshalb plädiere ich für gute Bilderbücher und auch Spiele, wo sich auch Kinder darauf freuen können.
    Eltern, Erzieherinnen in den Kindergärten und danach Lehrer/innen in den Vorschulklassen haben eine große Verantwortung gegenüber den Kindern.

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