Das Verlagsmodell der Zukunft

Die Grenzen zwischen Selfpublishing-Plattformen und klassischen Verlagen lösen sich weiter auf – und zwar von beiden Seiten: Nicht nur werden immer mehr Verlage (wie Droemer Knaur oder Egmont) im Selfpublishing-Bereich aktiv, jetzt nähert sich auch eine Plattform dem klassischen Verlagsmodell an: Der Münchner Selfpublishing-Dienstleister Bookrix will ausgewählten Autoren Vorschüsse zahlen.

An welche Autoren das Geld gezahlt wird, entscheiden die Verkaufszahlen. Das Geld soll den Selfpublishern als Grundlage für die nächste Veröffentlichung dienen und wird mit den Einnahmen aus künftigen E-Book-Verkäufen bei der Plattform verrechnet. „Bookrix möchte den Autoren signalisieren, dass es auf eine langfristige Zusammenarbeit setzt“, heißt es aus München. Letztlich dürfte das Unternehmen auch versuchen, traditionelle Verlage davon abzuhalten, besonders erfolgreiche Autoren abzuwerben.

Am grundsätzlichen Geschäftsmodell soll sich nichts ändern: Bookrix stehe als klassischer Selfpubling-Dienstleister weiterhin allen Autoren offen und wolle kein traditioneller Verlag werden, erklärt CEO Gunnar Siewert im Blog des Unternehmens: „Wir möchten vielmehr fließende Grenzen schaffen und uns mit diesem Programm in der Mitte des Marktes positionieren. Das bedeutet für die ausgewählten Autoren künstlerische Freiheit kombiniert mit finanziellen Garantien. In diesem Ansatz sehen wir das Verlagsmodell der Zukunft, das das Beste aus traditionellem und neuem Publishing verbindet.“

Mehr zum Thema im kommenden buchreport.express 39/2013 (erscheint am 26.9. und ist hier zu bestellen).

Kommentare

1 Kommentar zu "Das Verlagsmodell der Zukunft"

  1. Klingt interessant – wenn man sich als Autor dann nicht ewig exklusiv binden muss. Sonst hat man nur einen Verlagsvertrag ohne Verlag, d.h. keine Marketing- &, Presseunterstützung und kein Lektorat.

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