Zu neuen Aufgaben und zur Suche nach neuen Köpfen siehe den buchreport-Stellenmarkt

Print-Verleger setzt auf digital only

Mit einem E-Book-Verlag geht Johannes Heyne neue Wege. Der Sohn des Verlegers Rolf Heyne will mit Hey! Publishing vergriffene Titel digital verfügbar machen, auch Originalausgaben sind geplant. Das erste Programm steht bereits.

In diesem Monat startet der Münchner E-Book-Verlag die digitale Krimireihe „Hey! Shorties“. Die rund 30 Titel sollen wöchentlich erscheinen. Jeden Montag wird neuer, inhaltlich abgeschlossener Kurzkrimi (ca. 45 Seiten) für 1,99 Euro angeboten. Der erste Titel der Reihe, „Brandnacht“, wird bis zur Frankfurter Buchmesse kostenlos angeboten.
Grundstock für die erste Staffel bilden die „Schwarzen Hefte“ vom „Hamburger Abendblatt“, die der Kultur- und Medienredakteur Volker Albers von 1998 bis 2004 herausgegeben hat. Die zum Teil bereits vergriffenen Werke werden digital neu aufgelegt und um Originalausgaben ergänzt.
Das Gesamtprogramm des Verlag umfasst neben Krimis und Thrillern auch Belletristik, Biographien und Sachbücher, Erotik und Liebesromane, Kinder- und Jugendbücher sowie Humor und Satire.  Alle Titel sind frei von hartem Kopierschutz als ePub-Datei verfügbar. Technisch unterstützt wird der Verlag durch die internetbasierte E-Book-Software von Grin Solution, auf die auch der E-Book-Verlag Dotbooks zurückgreift. 
Zur Person
Johannes Heyne trat auf Umwegen in die Fußstapfen seines Vaters. Er arbeitete zunächst in der Modebranche, bevor ihm sein Vater Rolf (1928-2000) ein Praktikum beim Deutschen Bücherbund vermittelte. Auf einen weiteren Ausflug bei Hugendubel folgte das erste Gastspiel im Haus seines Vaters, das nach neun Monaten in beiderseitigem Einvernehmen beendet wurde. 
Fortan suchte Heyne sein Glück bei anderen Verlagen: 1982 als Projektleiter im Naturalis Verlag, 1985 als Leiter des Computer- und Musikbuch-Verlags Signum. 1989 bis 2001 heuerte er erneut bei Heyne an, verantwortlich für die „Gault Millau Deutschland Guides“. Das zweite Heyne-Gastspiel endete 2001, als der Axel Springer Konzern den Verlag übernahm, woraufhin Heyne mit Kompagnon Martin Dort den Christian Verlag kaufte und das Profil später um den Prestel Verlag, Frederking & Thaler und den Area Verlag erweiterte. 
2008 wurde die Mini-Verlagsgruppe zerschlagen: Der Prestel Verlag ging an Random House, der Christian Verlag und Frederking & Thaler an GeraNova Bruckmann und der MA-Verlag Area an den Tandem Verlag. Im August 2012 gründete Heyne dann den rein digitalen Verlag Hey! Publishing. 

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