Was nun, Kirche?

Die drohende Kreditklemme bei Weltbild scheint zunächst abgewendet worden zu sein. Die Banken wollen den Augsburgern Zeit geben.
Wie das „Handelsblatt“ am heutigen Mittwoch, 11. September, berichtet, hätten einige Banken Kredite kündigen wollen, mit denen Weltbild den Umbau des Medienkonzerns finanziert, dies sei aber derzeit kein Thema mehr, zitiert das Blatt aus Finanzkreisen.

Institute wie die kirchlichen Banken Pax und Liga hielten erst einmal still, forderten aber Klarheit bei der Eigentümerstruktur. Wie berichtet, sind unter den zwölf Diözesen, die Gesellschafter von Weltbild sind, Diözesen, die Weltbild lieber verkaufen, statt in eine Stiftung überführen wollen. Möglicherweise könnten die Diözesen aus dem Norden und der Mitte Deutschlands ihre Anteile an die Bayern abtreten, berichtet das „Handelsblatt“. 

Die Banken erwarteten vor der Sitzung des Weltbild-Aufsichtsrats   am 25. September ein klares Signal der Gesellschafter, wie es weitergehen soll – sonst könnten Banken abspringen.

Kommentare

2 Kommentare zu "Was nun, Kirche?"

  1. H.Kraft
    Die kath. Kirche sollte sich endlich vom Weltbld Verlag trennen und den ganzen Verlag verkaufen.
    Es ist doch ein völliger Unsinn, wenn man weiter diesen stützt, obwohl das Programm doch Inhalte hatte, die eben doch auch abwegig waren. Dies ist allgemein bekannt. Auch geht es um das Image der Kirche. Und Papst Benedikt XVI. sprach ja schon bei seiner Rede in Freiburg/Brsg. vom Begriff der ,Entweltlichung`. Und da sollte man jetzt wirklich auch ansetzen und einmal nach wirklichen Lösungen suchen Es geht auch darum, dass die Kirche wieder mehr glaubwürdig werden sollte. Die Kirche muss deshalb Zeichen setzen und für die Mitarbeiter/innen müssen Wege gefundn werden. Es könnte aber auch der Weltbild-Verlag umstrukturiert werden. Im Buch- und Verlagswesen gibt es dauernd Bewegungen, die auch nicht gerade positiv stimmen. Und da in einem solchen Verlag überhaupt eine neue Ausrichtung zu schaffen, erfordert viel Fingerspitzengefühl und auch durchschlagende Konzepte. Deshalb wäre jetzt einmal eine Stellungnahme der kath. Kirche gefordert.

  2. Wo bleibt denn die Stellungnahme aus der Weltbild-Geschäftsführung? Herr Carel Halff hat doch sonst zu fast jeder Branchenmeldung eine Meinung und einen weisen Spruch auf Lager. Er ist verdächtig lange still …

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