Friedenspfeife für Sortimenter

Zur Elektronik- und Unterhaltungsmesse IFA hat Sony, wie erwartet, seinen neuen E-Reader PRS-T3 vorgestellt, der mit seinen minimalen Verbesserungen auf den ersten Blick eher enttäuscht. Für Buchhändler gibt es aber erfreuliche Neuigkeiten: Nach dem Eklat um den Sony Reader Store und die damit verbundene Zurückweisung des Buchhandels geht der Elektronik-Riese jetzt einen großen Schritt auf das Sortiment zu.

Technische Details:
  • Zum Reader selbst erhalten die Nutzer beim Kauf eine Hülle, mit der der Reader fast verschmilze, berichtet lesen.net in einem ersten Test. Das Prinzip ist vom iPad bekannt: Klappt man den Einband auf, so schaltet sich das Gerät ein, beim Zuklappen fällt der PRS-T3 automatisch in den Schlafmodus.
  • Anders als die Wettbewerber setzt Sony nicht auf ein integriertes Leselicht, sondern weiterhin auf die Beleuchtung über eine externe Schwenk-Leselampe, die in einer Extra-Hülle für zusätzliche 49,99 Euro integriert ist.
  • Der Sony Reader wiegt 200 g und sei somit „damit deutlich leichter als die 6-Zoll-Geräte der anderen Anbieter“, verspricht das Unternehmen und rechnet dabei Hülle und Reader zusammen. Zum Vergleich: Der neue Kindle Paperwhite ist (ohne Hülle) 206 Gramm leicht, der Kobo Aura wiegt nur 174 g.
  • Neben dem 6-Zoll-Display und der Blättergeschwindigkeit wurde auch die Akkuleistung verbessert: In drei Minuten lässt sich der PRS-T3 so weit aufladen, dass zumindest ein 600-Seiten-Roman damit gelesen werden kann, verspricht der Elektronik-Hersteller. Voll aufgeladen reiche der Akku für zwei Monate regelmäßiges Lesen.
  • Das Gerät verfügt außerdem über WLAN und eine Synchronisation mit Evernote: Der Notiz-Anbieter kann alle Notizen, Kommentare und Markierungen zur späteren Verwendung in der Cloud speichern.
  • Der PRS-T3 soll Mitte September in den Farben Rot, Weiß und Schwarz lieferbar sein und wird für empfohlene 139 Euro angeboten. 

Auch wenn der E-Reader des einstigen Vorreiters gegenüber den Modellen der Wettbewerber auf den ersten Blick im Nachteil scheint – für den Buchhandel ergibt sich mit dem neuen Modell eine deutliche Verbesserung: Wie das Barsortiment Libri vermeldet, erscheint der Shop der Partnerbuchhandlungen jetzt direkt auf der Startseite. So funktioniert’s: 

  • Bei der ersten Inbetriebnahme des Sony PRS-T3 wird der Käufer gefragt, welche Bezugsquelle er für seine E-Books voreinstellen möchte (Buchhändler-Shop, ebook.de oder Reader Store von Sony). Diese „Wunschbuchhandlung“ bleibt dann auf der Startseite voreingestellt. 
  • Der Buchhändler-Shop wurde zudem überarbeitet und sei „jetzt noch optimaler auf die Kaufbedingungen des Readers ausgerichtet“ (hier zu sehen). 
Wie berichtet, hatten sich die Sortimenter zuvor darüber beschwert, dass die Nutzer über den Sony Reader leichter zum Sony Reader Store und zum Libri-Endkundenshop ebook.de finden als zu der Buchhandlung, wo sie das Lesegerät erworben haben (hier mehr).

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