Weniger Umsatz, mehr Gewinn

Die Bertelsmann-Buchsparte Random House jubelt im ersten Halbjahr 2013 über ein Rekordergebnis. Der Umsatz blieb leicht unter dem Vorjahreswert, der allerdings insbesondere von der Erotiktrilogie „Fifty Shades“ nach oben getrieben worden war. Die aktuellen weltweiten Bestseller lauten „Inferno“ von Dan Brown (über den sich in Deutschland allerdings Bastei Lübbe freuen darf), „Lean In“ von Sheryl Sandberg, „Gone Girl“ von Gillian Flynn und „Wonder“ von R.J. Palacio. Die Halbjahreszahlen im Detail:

  • In den ersten sechs Monaten des Jahres sank der weltweite Umsatz von von 947 Mio Euro (1. Halbjahr 2012) auf 915 Mio Euro.
  • Der operative Gewinn (Operating EBIT) erhöhte sich von 113 Mio Euro auf den Rekordwert von 117 Mio Euro.
  • Als größter Erfolg wird Dan Browns „Inferno“ gewertet, das sich in den ersten sechs Monaten des Jahres insgesamt mehr als vier Mio Mal als Hardcover und E-Book im englischsprachigen Raum verkauft hat.
  • Bestsellerbilanz: Auf den Bestsellerlisten der „New York Times“ platzierte Random House USA im ersten Halbjahr des Jahres 142 Titel (Vorjahr: 155). In Großbritannien steigerte die britische Random House Gruppe seinen Anteil an Titeln auf den Bestsellerlisten der „Sunday Times“ nach eigenen Angaben „spürbar“, nennt aber keinen genauen Wert (Vorjahr: 22% aller Titel).
  • Wie sich die deutsche Buchsparte entwickelte, wird nicht näher ausgeführt. Allerdings wird von einem „außergewöhnlich erfolgreichen ersten Halbjahr“ berichtet mit starkem Wachstum im E-Book-Geschäft, das sich auf mehr als 10% des Umsatzes belaufen soll. Im vergangenen Jahr haben die deutschen Random House-Verlage nach buchreport-Informationen 344 Mio Euro umgesetzt, was einem Plus von 8,2% entspricht.

Die konzernweiten Halbjahreszahlen:

  • Der Konzernumsatz sank von 7,6 Mrd Euo auf 7,4 Mrd Euro (–1,9%). Der Rückgang wird mit einem „schwierigen Marktumfeld“ sowie „einigen strukturell rückläufigen Geschäften“ begründet. Neben Random House ist damit auch die RTL Group, Gruner + Jahr sowie die Druckereisparte gemeint.
  • Dagegen erreichte das operative Ergebnis mit 768 Euro ein neues Rekordniveau (Vorjahr: 730 Mio Euro). Dazu trug neben Random House auch die RTL Group bei. Das Konzernergebnis verbesserte sich von 350 Mio Euro auf 419 Mio Euro.
  • Die Umsatzrendite kletterte von 9,6% auf 10,3%.

Bertelsmann-Chef Thomas Rabe bemüht sich, durch einen Konzernumbau das Medienunternehmen wieder auf Wachstumskurs zu bringen: „In den vergangenen Monaten haben wir gute Fortschritte in unseren vier strategischen Stoßrichtungen – der Stärkung des Kerngeschäfts, der digitalen Transformation, dem Aufbau von Wachstumsplattformen sowie dem Ausbau unserer Aktivitäten in Wachstumsregionen – gemacht.“ Für Random House war das erste Halbjahr auch von den Vorbereitungen auf den zum 1. Juli 2013 vollzogenen Zusammenschluss mit Penguin zu Penguin Random House geprägt.

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