Wie muss das Urheberrecht reformiert werden?

Vor der Bundestagswahl hat buchreport die Positionen der Parteien zu den wichtigsten Branchenthemen zusammengestellt – von der Preisbindung, über die Mehrwertsteuer für E-Books und Hörbücher bis hin zu komplizierten Urheberrechtsfragen. Nach der Steuergerechtigkeit im Wettbewerb mit Amazon und der Subventionspolitik für Buchhandlungen und den Rahmenbedingungen für den E-Book-Verkauf steht jetzt das Urheberrecht auf der Agenda. 

Teil 4: Wie muss das Urheberrecht reformiert werden?

Die Entmaterialisierung der Bücher in digitale Formate hebt den körperlichen Produkt- und Verfügungscharakter und damit die klassische Verwertung auf: Inhalte sind ohne Qualitätsverlust und Kosten von jedermann leicht zu vervielfältigen und sehr viel unkomplizierter verfügbar zu machen. 

Was das für das Urheberrecht bedeutet, wie der Interessensausgleich von Urhebern und Nutzern geregelt werden soll, da setzen die Parteien unterschiedliche Akzente. Es wird deutlich, welche Gratwanderung diese Übertragung des gewachsenen Rechts in die digitale Medienwelt bedeutet. 

Frage: Muss das Urheberrecht reformiert werden? Wenn ja, wie? Wie gewichten Sie das Recht auf geistiges Eigentum gegenüber einem nutzungsorientierten Urheberrecht, insbesondere dem Interesse der Nutzer am Zugriff auf Werke im digitalen Zeitalter?

Kommentare

1 Kommentar zu "Wie muss das Urheberrecht reformiert werden?"

  1. Was Ebook-Piraterie angeht, ist merkwürdig, dass sich bei diesem internationalen Phänomen irgendjemand Hilfe vom deutschen Urheberrecht verspricht. Ilya Larin und Kollegen dürften viel zu sehr mit Scannen, Posten etc. beschäftigt sein, um wahrzunehmen, was auch immer irgendwann mal da beschlossen wird, wobei man natürlich nicht ausschließen kann, dass sie sowas zur Erheiterung lesen.
    Merkwürdig auch, dass bestehende Gesetze (DMCA – Digital Millenium Copyright Act) so gut wie gar nicht von den Verlagen genutzt werden. Damit ließen sich doch große Teile des Problems erledigen?!
    Ich habe mitunter den Eindruck, dass die Scholastik eigentlich eine recht pragmatische Angelegenheit war.

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