Bücher ohne Passierschein

Wer mit Büchern auf Reisen gehen will, kann eine unerwünschte Überraschung erleben. Denn einige Bücher und E-Books dürfen die Grenze offenbar nicht passieren. Zwei Beispiele:
  • E-Books: Der US-Professor Jim O’Donnell ist mit seinem iPad zu einer Konferenz nach Singapur gereist und berichtet von folgendem Problem: Dort angekommen, forderte ihn das Gerät zu einigen Updates seiner Apps auf – auch Google Play sollte aktualisiert werden. Als er diesem zustimmte, wurden sämtliche E-Books aus der App gelöscht. 6 der 40 E-Books konnte er erneut herunterladen, die anderen Titel waren für ihn gesperrt. Die Fehlermeldung: Google Play ist in diesem Land nicht verfügbar. Es handelte sich seinem Bericht zufolge übrigens um Public-Domain-Titel aus dem Google-Books-Programm – nicht um käuflich erworbene E-Books aus dem Google Store. Update: Laut Google handelt es sich um einen Bug.
  • Lehrbücher: Auch bei Amazon kann es Probleme geben, wenn man die Ländergrenzen überschreitet. Wie „Inside Higher Ed“ entdeckt hat, dürfen bei Amazon.com entliehene (gedruckte) Lehrbücher nicht den Staat verlassen, in dem sie geliehen wurden. So steht es in den Geschäftsbedingungen. Dies sei nur möglich, wenn man die Lehrbücher kauft. 

Kommentare

5 Kommentare zu "Bücher ohne Passierschein"

  1. Wie in dem Artikel geschrieben, handelte es sich nicht um gekaufte E-Books – also nicht um ein DRM-Problem. Google hat jetzt gegenüber gizmodo.com erklärt, dass es sich um einen Bug handelt:

    http://gizmodo.com/travelers-b

  2. Patric Mueller | 23. August 2013 um 9:44 | Antworten

    Wer DRM-verseuchte E-Books kauft, ist Teil des Problems und verdient solche Schikanen.

    • Auf der einen Seite ständig Meldungen, welche Schäden DRM und Co anrichten, auf der anderen Seite solche, die irgendwelche neuen Verleih-etc.-Geschäftsmodelle anpreisen, die auf DRM basieren. Da besteht ein gewisser Widerspruch. Die Musikbranche hat den schon vor längerem aufgelöst zu Ungunsten von DRM und hat, wie man hört, inzwischen das Tal der Tränen durchschritten. Bin sehr gespannt, wie dieser Prozess in der Buchbranche ablaufen wird. Ihr geht’s wohl immer noch zu gut.

      Einstweilen wird DRM zur Empfehlung, doch lieber zum Piraten zu gehen, um festzustellen, dass es dort Bücher nicht nur ohne DRM, sondern gleich auch noch umsonst gibt.
      Für mich das Merkwürdigste in diesem Zusammenhang, dass Amazon und Google da noch nicht weiter sind. Auf Dauer kann es kein gutes Geschäftsmodell sein, die Kunden für doof zu halten (hoffe ich zumindest mit Blick auf den Börsenkurs von Apple). Das wird lustig, wenn der Ärger erst richtig losgeht, also dann, wenn die nächste Reader-Generation ansteht. All die verschwundenen Bibliotheken …

  3. Ja und welcher Hinterwäldler hat hier diese Probleme? Mit einem Klick kann man das DRM entfernen und Google und Co. können ihre Machtgelüste auf dem leeren Fußballfeld austoben. Das ist doch wieder ein schönes Beispiel, daß jetzt der Zeitpunkt für die Revolution gekommen ist – übrigen der wahre Grund warum der NSA uns alles ausspioniert – nicht das bisserl Terrorismus!

  4. Vorsicht Buch!

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