Wir leiden nicht unter der Verhandlungsmacht von Amazon

3 Mrd Euro Umsatz, 10.000 Mitarbeiter – vier Wochen nach dem Start von Penguin Random House widmet sich die „FAZ“ (Ausgabe vom 30. Juli) der weltgrößten Publikumsverlagsgruppe. In einem Interview äußert sich CEO Markus Dohle zu Amazon, Umsatzzielen und den nächsten Schritten.
Auf die Frage, ob Amazon als Markt-Champion selbst PRH die Preise diktieren werde, erklärt Dohle (dem ein freundschaftliches Verhältnis zu Amazon-Chef Jeff Bezos nachgesagt wird): „Die Annahme, dass wir unter der Verhandlungsmacht von Amazon leiden, ist falsch. Wir brauchen den Zugang zu möglichst vielen Lesern, und die Buchhändler brauchen den Zugang zu unseren Inhalten. Keiner kann ohne den anderen leben. Daher sind wir alle an partnerschaftlichen Lösungen interessiert.“
Dohle gibt mit Blick auf die Umsatzentwicklung die (konservative) Ansage, stärker wachsen zu wollen als der Markt insgesamt (dem er plus 1 bis 2% im Jahr zutraue).
Schließlich äußert sich Dohle zur Frage, ob auch die deutsche Verlagsgruppe Random House, die bislang ausgeklammert ist, bei PRH andocken wird. „Ja, das kann durchaus sein, hängt aber von den Gesellschaftern ab.“ 
PRH sei für „kleinere Zukäufe in lokalen Märkten“ weiterhin offen – besonders der spanischsprachige Markt sei aktuell interessant.

Kommentare

2 Kommentare zu "Wir leiden nicht unter der Verhandlungsmacht von Amazon"

  1. Holger Ehling | 30. Juli 2013 um 19:26 | Antworten

    Kleiner Hinweis aus der Pedanten-Ecke: Penguin RandomHouse ist die Nummer fünf unter den Verlagskonzernen der Welt – Reed Elsevier, Pearson, Thomson Reuters und Wolter Kluwer erzielen deutlich höhere Umsätze.

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