Ausschüttung weiter in der Schwebe

Autoren und Verlage müssen weiter auf ihr Geld warten: Der (eigentlich für den 25. Juli angesetzte) Gerichtstermin zur Verteilungspraxis der VG Wort wurde auf den 26. September verschoben, meldet die Verwertungsgesellschaft. Nun soll ein Gremium über die Ausschüttung entscheiden. 

Die Verwertungsgesellschaft will am 9. August zu einer außerordentlichen Sitzung zusammentreten und das weitere Vorgehen festlegen. 

Hintergrund: Wie auf buchreport.de berichtet, hat sich der Urheberrechtler Martin Vogel juristisch gegen die Verteilungspraxis gewehrt, die ihn als Autor benachteilige, weil ein Teil seiner Tantiemen an den Verlag ausgeschüttet wurde. Das Landgericht München hat ihm Recht gegeben und die Beteiligung von Verlagen an den Auszahlungen für unzulässig erklärt. Nach dem Urteil müsste die Verteilung grundlegend neu organisiert werden. 

Die VG Wort legte Berufung ein und verschob die Ausschüttung bis zum Verhandlungstermin des Oberlandesgerichts München am 25. Juli. Seitdem liegen die Einnahmen des vergangenen Jahres – rund 120 Mio Euro – auf Eis. Bei den Buchverlagen, die von der VG Wort vertreten werden, macht die Ausschüttung in der Regel zwischen 0,5 und 1% des Jahresumsatzes aus. 

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