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Verschiedene Ziele, getrennte Wege

Die Bertelsmann-Tochter Arvato und Vorstandsmitglied Markus Schmedtmann (Foto, 42) gehen getrennte Wege. Hintergrund sind offenbar unterschiedliche Strategien und Ziele bei der Neuausrichtung von Arvato, klingt in der Pressemitteilung durch. Die Trennung erfolge aber „im besten gegenseitigen Einvernehmen“. Schmedtmann war zuletzt u.a. für die Publisher Services und damit auch für die Verlagsauslieferung VVA verantwortlich.

Der 42-Jährige kam vor gut 20 Jahren zu Bertelsmann. Seine dortige Karriereleiter: 

  • 1991 trat er als Key Account Manager bei der AZ Direct ein.
  • Drei Jahre später wurde er Vertriebsleiter Lettershop bei den Bertelsmann Marketing Services, wo er zum Bereichsleiter Kundenbindung aufstieg und schließlich 1999 in die Geschäftsleitung von Arvato Direct Services eintrat.
  • 2002 erfolgte die Berufung zum Geschäftsführer von für die Bereiche Kundenbindung sowie Print- und Lettershop,
  • 2007 wurde er zum Vorsitzenden der Geschäftsführung des Bereichs Marketing Services ernannt.
  • Ein Jahr darauf wurde er an die Spitze der Mohn Media Gruppe und zum Mitglied im Arvato-Vorstand berufen. In dieser Funktion war er zuletzt für die Markteinheiten Marketing Services, Publisher Services, Print Solutions und E-Commerce verantwortlich. 
  • Im Juli hat er alle Ämter niedergelegt, um sich außerhalb von Arvato „einer neuen unternehmerischen Herausforderung zu stellen“.

Der Arvato-Vorstand besteht zukünftig aus Achim Berg (Vorstandsvorsitzender Arvato und Mitglied des Bertelsmann Vorstands), Ulrich Cordes (CFO), Ralf Bierfischer, Hervé MilcentChristine Scheffler und Michael Weinreich.

Umstrukturierungen haben eine lange Vorgeschichte 

Arvato gilt im Konzern als Dauerbaustelle. Vor zwei Jahren wurde die bisherigen Sparten Arvato Print, Digital Services und Services aufgelöst und auf „strategische Markteinheiten“ verteilt. Alle Aktivitäten rund um das Produkt Buch (darunter Druck, Logistik) wurden in die Geschäftseinheit „Verlagsservices“ überführt, die von Stephan Schierke geleitet wird, der an Schmedtmann berichte. 2012 wurden die Tiefdruckaktivitäten und die internationalen Druckereien aus der Arvato-Sparte herausgelöst und in einer eigenen Geschäftseinheit zusammengefasst. 
Im vergangenen Jahr hat die Bertelsmann-Tochter mit ihren 63.818 Mitarbeitern nach eigenen Angaben 4,4 Mrd Euro umgesetzt.

Kommentare

1 Kommentar zu "Verschiedene Ziele, getrennte Wege"

  1. Günter Lauke | 3. Juli 2013 um 16:21 | Antworten

    Wundert mich NICHT! DENN:ARVATO hat schon IMMER ein sehr seltsames EIGENLEBEN geführt!
    Das sind jedenfalls meine bisherigen Erfahrungen…mit diesen „BERTELSMÄNNERN“!

    Günter Y Lauke
    LaukeMedia.com

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