Das Preisschild lockt

12% aller in Großbritannien verkauften E-Books stammen von Selfpublishern, haben die Marktforscher von Bowker ermittelt. In einigen Genres liegt der Absatz-Anteil sogar bei 20%. 
  • Vor allem Krimis, Liebesromane werden gerne von Selfpublishern gekauft. Hier lag der Absatz-Anteil im ersten Quartal 2013 bei 20%. 
  • Bei populärer Belletristik sowie bei Erotik-, Science-Fiction- und Fantasy-Titeln erreichte der Anteil zwischen 16% und 20%. 
  • Mit Graphic Novels, Kochbüchern und Kinder-Sachbüchern tun sich die Selfpublisher dagegen schwer (5%). 

Allerdings merkt Nate Hoffelder auf „The Digital Reader“ an, dass die Konsumenten oft nicht wüssten, von welchem Verlag sie Bücher kaufen. Entsprechend vorsichtig sind die Zahlen zu interpretieren. 

Empfehlungen und Marketingaktionen spielen eine wichtige Rolle 
Interessant ist auch, wie die Leser auf die Titel aufmerksam werden:
  • Die meisten Leser haben vor dem Kauf bereits ein anderes Buch des Autors bzw. aus der Serie gelesen. Dies passt zur von Amazon mantraartig verkündeten Marketingregel, dass Kostenlos-Aktionen die Verkäufe ankurbeln. 
  • Auch durch das Stöbern im Internet werden viele Leser auf Titel von Selfpublishern aufmerksam.
  • Der Preis entscheidet: Die Konsumenten geben an, dass sie sich hauptsächlich aufgrund der günstigen Preise für Selfpublishing-Titel entscheiden. Zum Vergleich: Bei E-Books von klassischen Verlagen steht der Preis nur an dritter Stelle. 
  • Zudem zeigt die Konsumentenbefragung, dass Empfehlungen bei Selfpublishing-Titeln eine wichtigere Rolle spielen als bei E-Books von traditionellen Verlagen.
Wer kauft Selfpublishing-Titel?
Auch die Zielgruppe haben die Marktforscher genau analysiert: 
  • 36% der Käufer von Selfpublishing-Titeln sind weiblich und über 45 Jahre alt. 
  • 61% der Käufer von Selfpublishing-Titeln lesen täglich. Zum Vergleich: Bei Buchkäufern generell liegt der Anteil der Vielleser nur bei 37%.
E-Book-Händler melden ähnliche Zahlen
Das Ergebnis passt zu den Angaben der britischen E-Book-Händler, die „Good E-Reader“ zusammenfasst:
  • Bei Barnes & Noble ist nach eigenen Angaben jedes vierte verkaufte digitale Buch von einem Selfpublisher.
  • Bei Amazon soll der Anteil zwischen 15% und 30% liegen.
  • Bei Kobo stammt demnach jedes 10. verkaufte E-Book von einem Selfpublisher.

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