Abspaltung steht kurz bevor

Am 20. Juni geht es auf das Parkett: Die französische Multimediakette Fnac geht an die Pariser Börse. Das hat der Mutterkonzern Pinault-Printemps-Redoute (PPR), der ab dem 18. Juni unter dem neuen Namen Kering firmieren wird, bekannt geben. Auf der Hauptversammlung im Juni soll die Abspaltung endgültig beschlossen werden. Zunächst wird die Fnac dieselben Aktionäre haben wie Kering.
Der französische Mischkonzern PPR, der mit Luxuslabels wie Gucci und Yves Saint Laurent enormes Wachstum verzeichnet, will sich bereits seit längerer Zeit von seiner Medienkette trennen. Der Börsengang ist nun eine Notlösung, da PPR über Jahre keinen Käufer für die Fnac gefunden hat. Zuletzt verzeichnete der Filialist mit über 150 Läden in sieben Staaten 2012 ein Umsatzminus von 2,5% und einen operativen Gewinn von nur noch 79 Mio Euro – 2010 waren es 188 Mio.

Um die Fnac wieder auf Kurs zu bringen, hat Geschäftsführer Alexandre Bompard 2012 einen Sanierungsplan entwickelt, der sich auf folgende Eckpfeiler stützt: 

  • Rückbau: Das französische Medienkaufhaus will insgesamt 500 Stellen abbauen. 2012 wurden bereits 80 Mio Euro eingespart.
  • Online: Die Online-Schiene der Fnac spielte 2012 etwa 14% des Umsatzes ein.
  • Franchise: Bis 2015 sollen etwa 50 Filialen aufgebaut und mit Franchise-Partnern betrieben werden. Die durchschnittliche Verkaufsfläche dieser Shops soll 300 qm betragen.
  • Sortimentsumbau: Eine Erweiterung der Produktpalette soll das stationäre Geschäft wieder stärken. So gehören jetzt beispielsweise auch Küchengeräte zum Kernsortiment.

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