E-Books sind nur der Anfang

Die Zukunft der digitalen Bücher liegt nicht bei Container-Formaten wie Epub oder Mobipocket, sondern im Internet. Diese These vertritt Hugh McGuire. Der kanadische Unternehmer, der mit Pressbooks ein einfach zu bedienendes Publishing-Werkzeug entwickelt hat, geht davon aus, dass von „vernetzten Büchern“ die stärksten disruptiven Entwicklungen ausgehen werden – gemeint sind Bücher, deren Inhalte aufeinander im Netz verweisen. 
Ein einfaches Publishing-Werkzeug, mit dem Texte in verschiedenen Formaten und im Internet veröffentlicht werden können – der Wunsch, den der Autor Craig Mod in seinem „Subcompact Publishing“-Essay (hier im buchreport-Blog zu lesen) formuliert, wird von Pressbooks abgedeckt, wie McGuire im Interview mit buchreport.de versichert. Pressbooks umfasst eine einfache Web-Oberfläche und den Export von Texten in Epub, Mobi, PDF und Web. 
Zu den Verlagen, die Pressbooks einsetzen, gehört hierzulande iRights Media, im Mai startet ein entsprechendes Programm:
  • Die Bücher werden als Buch gedruckt, als E-Book in die Shops vertrieben (via Aggregator Bookwire), und sie können online gelesen werden. 
  • Die mit Pressbooks erstellten Webbooks passen sich den Lesegeräten an und sind für Smartphones, Tablet-PCs optimiert.
  • Die Texte können verlinkt werden – jedes Kapitel hat eine eigene URL.
  • Die Kapitel können kommentiert werden.
Im Video-Interview anlässlich der Konferenz Publishers‘ Forum (Klopotek) in Berlin (wo McGuire referierte) erklärt der Kanadier, dass die erfolgreichen Verleger diejenigen sein werden, denen es gelingt, eine Community aufzubauen und passgenaue Bücher anzubieten – Bücher über dritte Kanäle zu verkaufen, rücke in den Hintergrund.
Im Wettbewerb mit Zeitschriften- und Zeitungsverlagen, die ebenfalls zunehmend mit kurzen Texten im digitalen Buch-Format antreten, hätten Buchverlage schlechtere Voraussetzungen. Die Magazin-Verleger hätten bereits frühzeitig einen direkten Kontakt zum Leser im Internet aufgebaut und ihre Geschäftsmodelle darauf ausgerichtet.
McGuire sucht seit 2005 nach neuen Veröffentlichungs-Möglichkeiten für digitale Bücher. 2005 gründete er LibriVox.org, eine Plattform, mit der gemeinfreie Bücher als Hörbuch ausgekoppelt werden.

Kommentare

2 Kommentare zu "E-Books sind nur der Anfang"

  1. Ich bin kein Programmer, aber Anwender – aber das Ganze gibt es tatsächlich schon. Pressbooks ist ein nochmals gezielter Umbau von WordPress Multi zuzügl. Plugin. Gebraucht wird php 5.4. Könnte ein Anfangsproblem sein. Das Ganze kann bei Pressbooks für den eigenen Account kostenfrei heruntergeladen oder ebenso kostenrei bei pressbooks gestestet oder aber auch langfristig angelegt werden.

  2. Das ganze gibt es schon, und nennt sich HTML!

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