Auf der Suche nach neuen Beiträgern

Um den Verband angesichts von Mitgliederschwund und sinkenden Buchhandels-Umsätzen auf wirtschaftlich stabilere Säulen zu stellen, plant der Börsenverein die Aufnahme neuer Mitgliedsgruppen in den Verband. 
Vor allem Lektoren, Agenten, Redaktionsbüros, Social-Media-Manager mit Schwerpunkt Buch, Layouter oder App-Entwickler wären für den Börsenverein interessante Mitglieder, erklärte der Verlegerausschuss-Vorsitzende Matthias Ulmer vom Eugen Ulmer Verlag im Rahmen des Branchenparlaments in Frankfurt. Auch die Aufnahme von Pressesprechern oder Literaturhäusern könne er sich vorstellen. Die Zusammenarbeit mit Autoren- und Übersetzerverbänden soll intensiviert werden, um Synergien zu schaffen.
Die neuen Mitgliedschaften sollten in die bestehenden Fachausschüssen integriert werden und Arbeitskreise im Rahmen der Fachausschüsse bilden –  so könnten u.a. Arbeitsgruppen für die Bereiche Presse, Lektorat oder Herstellung eingerichtet werden.  
Diese Arbeitsgruppen seien, so Ulmer, auch für die Mitarbeiter in den Verlagen „hochattraktiv“. Er schlägt vor, diese Arbeitsgruppen zunächst aus bestehenden Mitgliedern zu bilden und so herausfinden, was für den entsprechenden Kreis wichtig ist. Erst wenn die wichtigen Themen und Interessen herauskristallisiert wurden, solle um die neuen Mitglieder geworben werden. 
Leseförderungs- und Marketingmaßnahmen des Börsenvereins – beispielsweise der Friedenspreis, der Deutsche Buchpreis, der Übersetzerpreis und der Kritikerpreis – könnten ausgelagert werden in eine Stiftung. Der Börsenverein könnte beispielsweise Autoren, Leser sowie Börsenvereins-Mitglieder als Fördermitglieder für die Stiftung Geld anwerben und so die kulturellen Aktivitäten des Verbands finanziell absichern. Es gibt bereits eine Börsenvereins-Stiftung, die den Buchpreis finanziert, an die auch andere Bereiche wie der Friedenspreis und Vorlesewettbewerb angliedert werden können. 
Im Anschluss an die Diskussion empfahl das Branchenparlament, „den Vorstand zu ermuntern, die Aufnahme neuer Mitgliedsgruppen im Sinne der Diskussion des Branchenparlaments weiterzuverfolgen“.

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