Teilen statt kaufen

© Cebit

Heute öffnet die Computermesse Cebit ihre Pforten. Fünf Tage lang stellt die Elektronik-Branche ihre neuesten Errungenschaften in Hannover vor. Das Thema der Messe treibt auch die Buchbranche um: Im Fokus steht die Kultur des Teilens. 

Die Cebit steht in diesem Jahr unter dem Leitthema „Shareconomy“. Es beschreibt das Teilen und gemeinsame Nutzen von Daten, Wissen und Infrastrukturen. Auch Dienstleistungen und Sachgüter werden zunehmend mit Hilfe moderner Technologien geteilt, heißt es aus Hannover. „Shareconomy“ sei aktuell „einer der wichtigsten Trends der digitalen Welt“, die Ökonomie des Teilens bewirke in Unternehmen und Gesellschaft ein Umdenken. 
Auch in der Buchbranche war das Teilen von Büchern schon immer ein Thema, gewinnt aber mit den Möglichkeiten der Digitalisierung an Bedeutung – nicht nur aus urheberrechtlicher Perspektive, sondern auch aus Marketing- und Vertriebs-Sicht:
  • Social-Media-Marketing ist inzwischen in vielen Verlagen und Buchhandlungen selbstverständlich geworden. Auf die soziale Empfehlung setzt auch die Leseproben-Plattform „Book2Look“ (deren Vertriebsrecht der buchreport-Herausgeber Harenberg Verlag erworben hat). Über „Book2Look“ können Kunden, Verlagen und Händlern, Leseproben mit Freunden bzw. Fans teilen und persönliche Lektüreempfehlungen verschicken. 
  • Die Möglichkeiten von „Social Reading“ rücken – insbesondere dank Readmill und Kobo – ins Blickfeld der Branche (hier ein Dossier zum Thema). Random House USA hat erst kürzlich seine Facebook-App „BookScoutvorgestellt. In Deutschland wollen Sascha Lobo und Christoph Kappes einen Verlag gründen, der die Leser miteinbezieht (hier mehr).
  • Wie mehrfach berichtet, beschäftigen sich viele kommerzielle Anbieter mit der Möglichkeit, E-Books zu vermieten oder zu verleihen – insbesondere der Online-Riese Amazon forciert das Thema (hier mehr). 
  • Auch Crowdfunding von einzelnen Buchprojekten wird immer populärer. Jenseits des Atlantiks wurden schon manche Bücherideen mithilfe der Fundraising-Plattform Kickstarter finanziert. Hierzulande sammeln erste Verlage (wie Gabal) und Autoren (wie Dirk von Gehlen, Leiter Social Media/Innovation der „Süddeutschen Zeitung“, hier im Interview) positive Erfahrungen mit der Schwarmfinanzierung.
E-Reader-Hersteller und Verlage präsentieren ihr Angebot
An der Cebit 2013 werden sich den Organisatoren zufolge knapp 4100 Unternehmen aus 70 Ländern beteiligen. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren 4.250 Aussteller auf der Messe, vor zehn Jahren waren es noch 6.500. Die wichtigsten Aussteller aus Branchensicht: 
E-Reader-Hersteller:
  • Trekstor: Halle 14, Stand H74, (Zutritt nur für Fachhändler, Aussteller und Journalisten)  
  • Sony Europe: Halle 13, Stand C57
Verlage:
  • C.H.Beck: Halle 7, Stand A25 
  • Springer Fachmedien: Halle 3, Stand K20
  • Haufe-Lexware: Halle 5, Stand F26
  • Weka Fachmedien: Halle 15, Stand D51, (Zutritt nur für Fachhändler, Aussteller und Journalisten)
  • Wolters Kluwer: Halle 6, Stand F18
Die Fraunhofer Gesellschaft stellt in Halle 9 am Stand E08 den „Interactive 3D-Book-Explorer“ vor. Das Gerät sei nicht nur für Bibliotheken und Museen, sondern auch für den Buchhandel geeignet, heißt es von den Forschern. Über das Gerät können Kunden virtuell in digitalisierten 3-D-Büchern blättern – wie hier zu sehen: 

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