Weichen für die Zukunft stellen

Die Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG) führt die verlegerischen Aktivitäten der Töchter Primus, Theiss und Philipp von Zabern unter einem Dach zusammen: Mit der Zusammenführung von Vertrieb, Lektorat und Herstellung will der Verlag „dem digitalen Wandel Rechnung tragen“.
Im Detail: 
  • Die Tochterverlage Primus und Theiss werden zum 1. Juli 2013 als Imprintverlage der WBG geführt. 
  • Zum 1. Januar folgt der Verlag Philipp von Zabern unter das Dach der WBG. 
Mit der Zusammenlegung der verlegerischen Aktivitäten in Darmstadt ergeben sich folgende personelle Veränderungen:
  • Die Abteilungen Herstellung, Lektorat und Vertrieb werden zusammengelegt, in diesem Zuge werden acht Arbeitsplätze gestrichen. Die Arbeitsplätze der Auszubildenden und Volontäre seien aber abgesichert, versichert man in Darmstadt.
  • Die Zeitschriften „Antike Welt“, „Archäologie in Deutschland“ und „Archäologischer Blick“ werden mit den bisherigen Mitarbeitern fortgeführt und sind zukünftig im Geschichtslektorat der WBG angesiedelt. 
  • Auch die Programmbereiche Philosophie, Theologie, Sprachen, Kunst, Naturwissenschaften und Regionalia werden künftig von Darmstadt aus gesteuert. 
  • Die im Theiss-Verlag angesiedelte Regionalliteratur aus Baden-Württemberg wird mit redaktioneller Unterstützung von Partnern vor Ort weiter betreut und ausgebaut. 
  • Der Markt für Regionalia und Landesgeschichte soll in Kürze in weiteren Regionen und Bundesländern erschlossen werden.
Die Führungsetage des wirtschaftlichen Vereins wird wie folgt aufgestellt: 
  • Der Zabern-Geschäftsführer Jürgen Kron tritt die neu geschaffene Position des Programmleiters Geschichte an und fungiert damit als Stellvertretender Gesamt-Programmleiter der WBG. 
  • Primus-Geschäftsführer Wolfgang Hornstein verantwortet als Mitglied der Geschäftsleitung der WBG künftig den Buchhandelsvertrieb für alle Marken der WBG. Die Buchhandelsaktivitäten der WBG hätten „mittlerweile einen so hohen Stellenwert eingenommen, dass ein eigener Geschäftsbereich notwendig geworden ist“, heißt es dazu. 
  • Volker Hühn, der als Theiss-Geschäftsführer dem Sachbuch-Programm entscheidende Impulse gegeben habe, hat laut WBG bereits im Herbst 2012 seinen Vertrag gekündigt, um sich als Berater für Verlage und Buchhändler selbständig zu machen. Er soll den Übergang bis zum 30. September begleiten. 
Die WBG reagiere mit der Umstrukturierung „auf die veränderten Rahmenbedingungen in der Buchbranche, die sich mit dem technologischen Wandel ergeben“, heißt es aus Darmstadt. „In den letzten Jahren haben wir massiv in EDV-Infrastruktur investiert, um dem digitalen Wandel Rechnung zu tragen“, erklärt der geschäftsführende Direktor Andreas Auth. „Buchprojekte werden zukünftig nicht nur als Printprodukte sondern auch digital gedacht. Durch die Integration der Verlage wird uns das noch besser gelingen. Wir sind überzeugt, dass wir die Weichen für die Zukunft richtig stellen.“

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