Coins sollen Kauf-Schwellen senken

Obwohl selbst große Firmen wie Facebook oder Microsoft mit virtuellen Währungen bislang eher schlechte Erfahrungen gesammelt haben, wagt Amazon den gleichen Schritt. Mit „Amazon Coins“ will  der Onliner die Kunden animieren, mehr Geld über das eigene Tablet Kindle Fire auszugeben.

Die im Mai zunächst auf dem US-Markt eingeführte virtuelle Währung, so Amazon, sei als Alternative zum Bezahlen mit der Kreditkarte gedacht. Kunden können mit den „Coins“ Apps und Spiele kaufen und die Käufe innerhalb von Apps (In-App-Käufe) bezahlen. Kurs:  Eine Amazon-Münze ist 1 US-Cent wert.
Zur Einführung will Amazon nach eigenen Angaben „Coins“ im Wert von mehreren zehn Millionen Dollar an seine Kunden ausgeben, die die Nutzer im Amazon-Appstore einlösen können (hier mehr).
Über die Ziele, die Amazon mit den „Coins“ verbindet, kann bislang nur spekuliert werden:
  • Mit einer vergleichsweise einfachen Zahlungsweise will Amazon den Umsatz erhöhen, der im eigenen App-Store erwirtschaftet wird. Bislang gilt: Es ist für Entwickler viel schwieriger, mit Android-Apps Geld zu verdienen als mit Apps für den Apple-App-Store, wo entweder die Zahlungsbereitschaft der Kunden stärker ausgeprägt oder die Qualität der Apps höher ist.
  • Gegenüber Angeboten, bei denen das Preisschild Dollar- oder Euro-Beträge zeigt, könnten die „Coins“ Kauf-Schwellen abbauen und Kunden zum Mehrkauf animieren, weil der Gegenwert den Kunden nicht so klar ist.
  • Die „Coins“ können nur bei Amazon eingelöst werden und binden den Kunden so an die Plattform.

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