Facebook wird zum Bücher-Lotsen

Die Empfehlung von Freunden ist nach wie vor eine der wichtigsten Inspirationsquellen für den Bücherkauf. Wie lassen sich diese Lektüretipps in die digitale Welt übertragen? Die Antwort von Random House USA: Mittels der Facebook-App „BookScout“.

In dieser Woche hat Random House USA die Facebook-App „BookScout“ auf den Markt gebracht. Das Konzept: 
  • Die Nutzer können via Facebook ihre Büchertipps teilen, erhalten Einblick in die Buchregale ihrer Freunde und stoßen so – wenn die Rechnung aufgeht – auf neue Bücher. Die App filtert alle Buchinformationen aus der Timeline, so dass der Nutzer gesammelt die wichtigsten Informationen findet.
  • Um die Vorlieben eines neuen Nutzers zu erfahren, scannt die App alle „Likes“ und Fanseiten des Nutzers. Reichen die Informationen nicht auf, verweist „BookScout“ zunächst auf Bestseller. 
  • Die Nutzer können anklicken, ob ihnen die Buchtipps gefallen und ob sie das Buch lesen, gelesen haben oder lesen wollen. Darauf basierend kann die App die Lektüreempfehlungen immer stärker personalisieren. 
  • Nicht nur Titel der Random-House-Marken, auch die von anderen Verlage sind willkommen.
  • Wenn dem Nutzer ein Buch gefällt, kann er es bei verschiedenen Händlern in digitaler oder gedruckter Form kaufen. Dazu kooperiert Random House u.a. mit Amazon, Kobo, Google, Barnes & Noble und den unter „IndieBound“ zusammengeschlossenen unabhängigen US-Buchhändlern. 

Kommentare

2 Kommentare zu "Facebook wird zum Bücher-Lotsen"

  1. Eine App, die meine Timeline bzw. meine Facebook-Daten „durchsucht“ (scannt), würde ich schon mal gar nicht installieren. Wer weiß, wo diese Daten laden. (Klar, es werden sämtliche Daten irgendwo gesammelt, aber man muss es den Datensammlern nicht noch einfacher machen.) Schade, hätte die App gerne mal ausprobiert.

  2. Eine App mit den gleichen Funktionen gibt es bereist seit längerem: Riffle. Für mich persönlich bedeutet Social Reading jedoch weit mehr als das bloße Liken von Bücher, das Erhalten von Empfehlungen und die Kreation von Listen. Statt bloß eine Kopie von Riffle zu erstellen, hätte Randomhouse besser eine innovativere App entwickeln sollen, die einen wirklichen Austausch über Bücher ermöglicht (durch Diskussionen, gemeinsame Notizen, die Erstellung von Lesetagebüchern, die Verknüpfung des eigenen Blogs etc.)

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