Frankreich zum Vorbild

Wenn sich die Regierungen Frankreichs und Deutschlands am Dienstag (22. 1.) zum 50-jährigen Jubiläum des Elysée-Vertrags treffen, sollte ein Thema ganz oben auf der Agenda stehen, fordert der Deutsche Kulturrat: Das E-Book.

Bislang werden E-Books in Deutschland mit 19% Mehrwertsteuer belegt; für gedruckte Bücher gilt der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7%. Frankreich dagegen erhebt, wie berichtet, auf gedruckte wie digitale Bücher einen einheitlichen Mehrwertsteuersatz von 5,5%.

„Während in Frankreich der reduzierte Mehrwertsteuersatz auch für E-Books gilt, scheut Deutschland bislang davor zurück, ebenso zu verfahren“, kritisiert Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates. Die Bundesregierung sollte sich Frankreich zum Vorbild nehmen, so der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, in dem auch der Börsenverein Mitglied ist. Es sei „unbegreiflich“, weshalb das Kulturgut Buch je nach Format unterschiedlich behandelt werde. 

Zudem hätten sich die Franzosen vorbildhaft die Buchpreisbindung explizit auch für E-Books festgeschrieben. Wenn sich die Bundesregierung in dieser Frage endlich bewegen würde, wäre das ein großer Gewinn für das Kulturgut Buch, weil der europäische Buchmarkt dadurch gestärkt würde.

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