Narbenherzen und böse Ökonomien

Kaum ein Messetag, an dem nicht eine Bühne für einen Preisträger gebaut wurde. buchreport.de gibt den Überblick zu den wichtigsten Preisen.
Literaturnobelpreis: Sieger des mit umgerechnet rund 1 Mio Euro dotierten Preises ist Mo Yan. Der chinesische Autor erschien hierzulande zuletzt beim Unionsverlag, im Frühjahr bringt Hanser den nächsten Roman heraus. Hier mehr.

Friedenspreis: Der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu ist am Messe-Sonntag mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet worden. Die Verleihung fand vor rund 1000 geladenen Gästen in der Frankfurter Paulskirche statt, unter ihnen Bundespräsident Joachim Gauck und Bundestagspräsident Norbert Lammert. Die Laudatio hielt die Journalistin, Literaturkritikerin und Buchautorin Felicitas von Lovenberg. Hier mehr.

Deutscher Buchpreis: Siegerin ist Ursula Krechel. Sie erhält die Auszeichnung für ihren Roman „Landgericht“ (Jung und Jung). Hier mehr.
Virenschleuderpreis: Den von Leander Wattig und Carsten Raimann vergebene Preis für erfolgreiche Marketingstrategien Im Netz geht an Binooki (Kategorie „Maßnahme“) und Hanser (Kategorie „Strategie“). Hier mehr.
Sondermann: Deutschlands wichtigste Publikumspreise für Comics haben in diesem Jahr folgende Künstler gewonnen: 
  • Manga Eigenpublikation (national): „Stupid Story 3“ von Anna Hollmann (Tokyopop).
  • Manga / Manhwa International: „Pretty Guardian Sailor Moon 1“ von Naoko Takeuchi (Egmont).
  • Comic Eigenpublikation (national): „Steam Noir 1“ von Felix Mertikat und Benjamin Schreuder (Cross Cult).
  • Comic International: „Habibi“ von Craig Thompson (Reprodukt).
  • Web-Sondermann: „Das Leben ist kein Ponyhof“ von Sarah Burrini
  • Newcomer 2012: Aisha Franz (www.fraufranz.com).
  • Bernd Pfarr-Sondermann für Komische Kunst 2012: Christoph Niemann (www.christophniemann.com).
Deutscher Cartoonpreis: Im Wettbewerb, den die Frankfurter Buchmesse und der Carlsen Verlag organisieren, setzten sich in diesem Jahr in der Kategorie A (Aufsteiger) Stefan Wirkus (www.stefan-wirkus.de) und in der Kategorie B (Buch) SOBE (Peter Zimmer, www.sobecartoons.de) durch. Auf den weiteren Plätzen in Kategorie B: Detlef Beck (www.schneeschnee.de) und Stephan Rürup (www.stephanruerup.de).
Deutscher Wirtschaftsbuchpreis: Auf der SPIEGEL-Bestsellerliste hatte Tomáš Sedláček bereits auf sich aufmerksam gemacht. Jetzt hat die Jury des vom „Handelsblatt“, der Frankfurter Buchmesse und Goldman Sachs verliehenen Preises den Tschechen für sein Buch „Die Ökonomie von Gut und Böse“ (Hanser Verlag, 2012) ausgezeichnet. Darin stellt er heraus, wie tief die Ökonomie in der Kultur verwurzelt ist, und behauptet, dass es in der Wirtschaft letztlich um Gut und Böse gehe. 
Hotlist: Den Hauptpreis der Hotlist 2012 gewinnt der Literaturverlag Droschl mit Tor Ulvens „Dunkelheit am Ende des Tunnels“. Der 1995 verstorbene Ulven gilt als einer der bedeutendsten Dichter der norwegischen Nachkriegsliteratur, gleichwohl ist der Erzählband die erste Ulven-Übersetzung in eine andere Sprache. Hier mehr.
Deutscher Jugendliteraturpreis: Die neunköpfige Kritikerjury kürte in der Kinderbuchsparte Finn-Ole Heinrichs „Frerk, du Zwerg“ (Bloomsbury Jugendbuch), in der Bilderbuchsparte Pija Lindenbaums „Mia schläft woanders“ (Oetinger) und als bestes Jugendbuch „Es war einmal Indianerland“ von Nils Mohl (rororo rotfuchs). Als bestes Sachbuch wurde „Was, wenn es nur so aussieht, als wäre ich da?“ von Oscar Brenifier und Jacques Després (Gabriel/Thienemann) ausgezeichnet. Hier mehr.
derneuebuchpreis.de: Über 900 Self-Publishing-Autoren nominierten ihr Werk für derneuebuchpreis.de 2012 (dnbp 2012) und sammelten über 30.000 Stimmen der Leser. Die Gewinner: Belletristik: Ina Linger („Falaysia“), Sachbuch: Kirsten Brox („Trainingsbuch Agility“), Wissenschaft: ikosom und CrowdsourcingBlog.de („Crowdsourcing Report 2012“), Kunst und Fotografie: Christian Popkes („Indianer“), Kinder- und Jugendbuch: Dirk Hartmann und die Klasse 5.3 von 2010  („Emma & Nico“).
Deutscher E-Book-Preis: Mit Andreas Eschbach erhält einer der bedeutendsten europäischen Science-Fiction-Autoren den Preis. Ausgezeichnet wird die Kurzgeschichte „Das schwarze Messer“ (Lübbe). Volker C. Dützer („Schwarzer Regen“, Satzweiss/Chichili) und Ulrike Bliefert („Mutschels Abgesang“, Rattenreiter Verlag) folgen auf den Plätzen 2 und 3. In der Kategorie „unter 20 Jahre“ gewinnt Silas Matthes mit seiner Kurzgeschichte „Narbenherz“ (bookrix.de). 

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