Buchhändlers Darling

Mit dem Fuß auf dem Gaspedal strebt Kobo weiter vorwärts auf dem digitalen Markt: Der kanadische E-Book-Spezialist streckt seine Fühler in Neuseeland weiter aus – ein weiterer Beleg dafür, dass Kobo aktuell bei den Buchhändlern weltweit erste Wahl ist. Und treibt sein Selfpublishing-Angebot auch in Deutschland voran.
Die zur Frankfurter Buchmesse lancierten Neuigkeiten von Kobo im Überblick:
  • Partnerschaften mit Buchhändlern in Neuseeland: Nachdem Kobo bereits in den USA und Großbritannien mit den vereinigten Buchhändlern angebandelt hat, folgt der Schulterschluss mit dem Buchhändlerverband Booksellers NZ in Neuseeland und der PaperPlus Gruppe (rund 150 Filialen). Die Kanadier arbeiten im diesjährigen Gastland der Buchmesse bereits mit der Buchhandelskette Whitcoulls zusammen. Der Ansatz: Die Einzelhandelspartner können ab November auf Hardware, Inhalte und den Support der Kobo-Plattform zurückgreifen. Dafür erhalten sie für jeden Verkauf einen Gewinnanteil. Kobo verspricht außerdem „Trainings, absatzfördernde Maßnahmen, Marketing, Verkaufs- und Logistiklösungen“.  
  • Selfpublishing-Angebot eingedeutscht: Die bisher nur in englischer Sprache verfügbare Self-Publishing-Plattform von Kobo ist ab sofort auch in den Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch und  Niederländisch verfügbar. Anders als Amazon und Apple setzt Kobo auf den offenen Epub-Standard. Die Autoren sind nicht an Kobo gebunden; es steht ihnen frei, das E-Book auch über andere Shop-Anbieter zu vertreiben.  Die Autoren dürfen ihre Buchpreise jederzeit auf „kostenlos“ umzustellen, „ohne restriktive Exklusivverträge“ (hier mehr).
  • Übernahme von Aquafadas: Kobo hat das auf digitales Publizieren spezialisierte Unternehmen Aquafadas gekauft. Mit der Übernahme wollen die Kanadier ihren Kunden auch Magazine, Comics, Kinderbücher und akademische Lektüre anbieten.
Autoren können über Aquafadas multimedial angereicherte E-Books, Comics und Graphic Novels, Magazine, Zeitungen, Marketingmaterialien sowie Corporate Publishing entwerfen und publizieren, ohne dabei selbst Programmieren zu müssen. In Kürze dürfte Kobo das Aquafadas-Portfolio den eigenen Autoren zugänglich machen, vergleichbar wie Apples „iBooks Author“, wobei Kobo vermutlich auch hier auf eine offene Epub-Lösung setzt. Das Angebot von Aquafadas deckt laut Kobo alle Aspekte des digitalen Publizieren – von der Inhalte-Gestaltung bis zur Distribution über mehrere Plattformen sowie der Analyse – ab. 
Bei aller Übernahme-Laune: Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse räumte Kobo-Content-Sales-Chef Michael Tamblyn ein, dass die Kanadier in diesem Jahr hinter ihrem Expansions-Plan (12 neue Länder in 2012) liegen – was Tamblyn mit der Übernahme durch Rakuten und dem Start eines Angebots in Japan begründete. Aktuell habe Kobo 10 Mio Nutzer und 3 Mio Titel in der Datenbank. Das weitere Wachstum sei programmiert: Der globale E-Book-Katalog wachse aktuell um 3% – pro Woche. Der Titelkatalog in Deutschland sei in nur 6 Monaten um 206% gestiegen.

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