Kurs auf die Klassenzimmer

Noch hat das digitale Schulbuch die Klassenzimmer nicht erobert – trotz der Aktivitäten von Apple und dem geplanten Angebot der Schulbuchverlage. Das Technologieunternehmen Txtr will das ändern und Bildungseinrichtungen eine eigene E-Reading-Lösung anbieten. 
Txtr werde den Zugang zu E-Books und digitalen Lehrmaterialien für Schulen, Lehrer und Schüler neu definieren, kündigt das Berliner Unternehmen im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse an. Im Detail:

  • Zielgruppe: Txtr will sich an alle Bildungseinrichtungen – von Kindergarten bis Oberstufe – richten und die Lehrkräfte dabei unterstützen, die passenden Materialien auszuwählen, zu kaufen, zu teilen und zu verwenden. Dabei werde man auf die im eigenen Hause bereits entwickelten Technologien aufbauen. 
  • Eigener Shop: Im Txtr-Shop für Bildungseinrichtungen sollen Lehrer und Schulen sowohl Klassensätze als auch Einzellizenzen erwerben können. 
  • Verlagspartner: Verlagen biete Txtr verschiedene Marketingtools und Lizenzmodelle an. Zum Start mit im Boot seien Langenscheidt, Rourke Educational Media, Oxford University Press, Britannica, Houghton Mifflin Harcourt, Capstone, Raintree und Pearson. Mit weiteren Verlagspartnern sei man im Gespräch.
  • Reading Management: Ergänzt wird das Angebot durch ein web-basiertes Inhaltemanagement-System, über das Schüler und Lehrer flexibel auf ihre Inhalte zugreifen könnten. Die geräteunabhängige Lösung soll digitales Lesen und Lernen individuell an jedem Ort und zu jeder Zeit ermöglichen. 
  • Marktstart: Die Beta-Testphase soll Anfang nächsten Jahres beginnen, der offizielle Marktstart ist zum neuen Schuljahr 2013 geplant.
Bisher seien digitale Materialien für Schulen in proprietäre Plattformen und Formate „eingeschlossen“ (zum Beispiel bei der Schulbuch-Lösung von Apple), es fehle an intuitiven Einkaufsmöglichkeiten und einfachen Zugängen, kritisieren die Berliner bisherige Modelle. 
Txtr Education baue dagegen auf eine einfache Lösung, die verschiedene Plattformen und Geräte unterstütze: „Lehrer werden in der Lage sein, intuitiv auf zahlreiche Materialien verschiedener Anbieter zuzugreifen und individuelle Portfolios und Schulstundenkonzepte zu entwickeln“, heißt es von Txtr. Innerhalb der Txtr-Plattform könnten die Lehrer auf Empfehlungen und Modelle anderer Kollegen zurückgreifen und dafür sowohl gekaufte Inhalte als auch eigens erstellte Materialien nutzen. 

„Txtr Feed“ soll E-Books sichtbar machen

Auch im Publikumsmarkt geben die Berliner Gas: Neben einem günstigen E-Reader für den Massenmarkt zum Preis von 9,90 Euro setzt Txtr auch auf direkte Kundenkommunikation. 

Das größte Problem der E-Books sei, dass sie nicht entdeckt werden; die persönliche Empfehlung des stationären Händlers fehle. Eine von Txtr entwickelte App soll diese Lücke schließen:

  • Über den dynamischen „txtr Feed“ für iPad und iPhone sollen sich Kunden über neue Bücher und Verlagsangebote informieren können – und die E-Books über die integrierte Shop-Funktion von Apple direkt bei Txtr kaufen. 
  • Verlagspartner sollen über die App direkt mit ihren Kunden kommunizieren und auch neue Vertriebsmöglichkeiten testen können – etwa den Verkauf von Kapiteln, das Angebot kostenloser E-Books oder exklusive Aktionen.
  • Der „txtr Feed“ sei ab Mitte November kostenlos im App Store in Deutschland und Großbritannien erhältlich.

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