Setzt der Marktführer den Radikalschnitt?

Wird der Lifestyle-Konzern Douglas von dem US-Investor Advent International geschluckt? Während über diese Frage in der Branche weiter heiß spekuliert wird, treiben die Hagener den Sanierungskurs für die unter Druck stehende Buchtochter Thalia weiter voran. Der im Frühjahr beschlossene moderate Flächenrückbau – bislang war die Rede von 15 Schließungen plus Flächenrückgaben und Untervermietungen – könnte zu einem Radikalschnitt werden.

Nach buchreport-Informationen redet Thalia in Gesprächen mit Verlagen derzeit von mehr als 50 Buchhandlungen, die auf der Kippe stehen. Offiziell wird die schärfere Gangart von Thalia allerdings dementiert. „Es handelt es sich hier um eine Falschinformation, die so auch nicht kommuniziert wurde. Daran, dass im Rahmen de Neuausrichtung möglicherweise 15 Filialen geschlossen werden, hat sich nichts geändert“, betont das von Michael Busch (Fotos: Thalia) geführte Unternehmen.

Parallel dazu sollen die Verlage dem an­geschlagenen Vertriebspartner aus Hagen in der schwierigen Restrukturierungsphase bei den Konditionen entgegenkommen und finanziell unter die Arme greifen.

Die Verschlankungskur könnte beim Sorgenkind unter dem Douglas-Dach allerdings schon bald noch härter ausfallen, sollte das Private-Equity-Unternehmen Advent die Regie übernehmen
Ein ausführlicher Bericht zum Thema ist im neuen buchreport.express 36/2012 zu lesen (hier zu bestellen).

Kommentare

8 Kommentare zu "Setzt der Marktführer den Radikalschnitt?"

  1. Jammertal in Hagen | 7. September 2012 um 13:29 | Antworten

    Richtig Hanseat, was die sogenannten Köpfe (Busch, Leichtfried,Gehrken) in den letzten Jahren mit ihren Fehlentscheidungen für Geld versenkt haben , für Flurschäden angerichtet haben, ist nicht wieder gutzumachen. Wann kommt endlich der Radikalschnitt auch in der Zentrale? Advent Advent, auf der Buchmesse brennts… Wetten?

  2. Seit ich mit meinem Diesel, Baujahr 2000, nicht mehr in die Innenstadt fahren darf, bestelle ich (zwangsläufig und ungern) meine Bücher bei Amazon und Co. Tausendmal lieber würde ich im Buchhandel stöbern und mir neue Anregungen holen. Doch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist mir das einfach zu teuer und zu zeitaufwendig. Nur so nebenbei …

  3. Ist doch seltsam, dass immer andere für die unternehmerischen Fehlleistungen und Selbstüberschätzungen bezahlen müssen, die in Hagen abgenickt wurden: Verlage, Mitarbeiter, Vermieter, Kunden. Der Fisch stinkt vom Kopfe her.

    • Es leiden nicht nur Kunden, Verlage und Innenstädte, nein auch und besonders. Die ersten Sozialpläne sind so bescheiden, dass wohl Hagen nun schon weiß: 130 Mio € werden für die Schließungen und die Restrukturierung nicht reichen.
      Viele thaliafilialen denken ie kommen nicht dran: abwarten, der Investor Advent wird da noch ein Wort mitreden, wenn schon längst alle Hagener Manager verschwunden sind. Die Buchmesse wird es zeigen!

  4. Peter-Uwe Sperber. Wer sonst. | 5. September 2012 um 22:44 | Antworten

    Wer traut sich Thalia wg. „Flächenband-Stiftung“ und „Sortiments-Totschlag“ in Regress zu nehmen ?

  5. Muss Gesagt Werden | 5. September 2012 um 15:41 | Antworten

    Ich verstehe nicht, dass sich die deutschen Verlage und Buchhändler nicht komplett zusammenschließen, um gegen die Marktmacht von Amazon, Google, Apple und Ebay zu bestehen. Da köchelt jeder sein eigenes Süppchen. Das Motto hierzulande heißt „Jeder stirbt für sich allein“, statt sich der Amerikanisierung und dem Kulturimperialismus der Monopole entgegenzustellen.

  6. Wen muss man denn noch mit den Konditionen unter den Armen greifen, erstmal KNV dann Thalia und wer kommt als nächstes? und wer hilft uns Verlagen, wenn wir in Schwierigkeiten sind? ….keiner!

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