69 Mio Dollar für E-Book-Käufer

Im Streit um Absprachen zur Erhöhung von E-Book-Preisen haben sich die Verlage Simon & Schuster, Hachette Livre und Harper Collins mit den US-Bundesstaaten geeinigt. Der Vergleich läuft auf eine Zahlung von 69 Mio Dollar an E-Book-Käufer hinaus.
Sollte der Vergleich von einem Gericht abgesegnet werden, würde die Summe an Verbraucher ausgeschüttet, die zwischen April 2010 und Mai 2012 E-Books gekauft haben, berichtet paidcontent.org. Die E-Book-Käufer könnten sich den Kaufpreis erstatten lassen. Der Vergleich werde nicht von Apple, Macmillan und Penguin getragen – die Parteien, die auch auf Bundesebene die juristische Konfrontation suchen.
Wie berichtet, gibt es derzeit mehrere juristische Schauplätze rund ums Agency-Modell: 
  • Die US-Justiz erhob im April 2012 Klage gegen Apple und fünf US-Verlage, weil diese die Preise für E-Books nach Absprache erhöht und damit gegen das Kartellrecht verstoßen hätten. Stand der Dinge: Simon & Schuster, Hachette Livre und Harper Collins haben mit der US-Justiz einen – in der Branche höchst umstrittenen – Vergleich geschlossen, der noch von einem Gericht geprüft werden muss. Daneben kämpfen Apple, Macmillan und Penguin weiter vor Gericht für fixe E-Book-Preise.  
  • Im Mai 2012 reichten US-Bundesstaaten eine Sammelklage gegen die Verlage und Apple ein, die weniger um Kartellrechtsverstöße als den Verbraucherschutz kreist. Hier liegt jetzt ebenfalls ein Vergleich vor.
  • Daneben gibt es noch Klagen von Verbrauchern sowie ein Kartellrechtsverfahren in Europa, in dem offenbar ebenfalls ein Vergleich erzielt werden soll.

Mehr zum Thema im Agency-Dossier von buchreport.de

Kommentare

3 Kommentare zu "69 Mio Dollar für E-Book-Käufer"

  1. Recht so.. jetzt müssen nur noch die anderen Verlage incls Apple verknackt werden… und dann bitte in Europa ein ähnliches Verfahren und Abschaffung der Buchpreisbindung…

    • Abschaffung der Buchpreisbindung? Dir ist schon klar, dass es bei anderen Ländern, die die Buchpreisbindung abgeschafft haben, schlecht gelaufen ist? Da sind die Preise für Bestseller zwar runtergegangen, aber insgesamt sind die Preise für Bücher im Durchschnitt deutlich gestiegen. Ich fänd die Abschaffung nicht so schlau.

      • Das mag ja durchaus sein.. ich verstehe nur nicht, warum ausgerechnet Bücher vom Markt ausgenommen werden sollen.. früher als Bücher nicht per Post genauso günstig geliefert werden konnten wie heute, machte es vielleicht sinn, damit auch auf dem flachen Land Buchhändler ihr auskommen finden konnten… heutzutage macht es dank Internet keinen Sinn mehr ein geschütztes Buchbiotop am leben zuerhalten…

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