Tradition trifft digitalen Fortschritt

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Pilotphase sollen die „eBookCards“ nun deutschlandweit dem Buchhandel angeboten werden, melden das Startup Epidu, das Barsortiment Umbreit und die E-Book-Plattform Ceebo von Media Control. Wie die Downloadkarten für E-Books  angenommen werden, bilanziert Cao Hung Nguyen (Foto) von Epidu im Interview mit buchreport.de
Werden die E-Book-Cards im Buchhandel angenommen? 
Erfreulicherweise veranlassen uns die Verkaufszahlen der Pilotphase dazu, die Frage mit einem zufriedenen „Ja“ zu beantworten. Jetzt können wir auf die hohe Nachfrage seitens der Buchhändler reagieren und die eBookCards allen Umbreit-Kunden deutschlandweit anbieten. Dass der Endkunde die eBookCards positiv annimmt, hat sich bereits auf den letzten zwei Buchmessen abgezeichnet. Wir haben dort die eBookCards genutzt, um damit eBook-Leseproben zu verteilen. 
Werden die Leseproben tatsächlich heruntergeladen?
Die durchschnittliche Download-Rücklaufquote lag bei 15%, bei manchen Titeln sogar bis zu 20%, was auf ein gutes Konzept zurückzuführen ist. Das sind überaus gute Werte und sie machen die eBookCards als Werbeträger ziemlich attraktiv.
Welche Verbesserungsvorschläge wurden in der Pilotphase zurückgemeldet? 
Wir haben zeigen können, dass eBooks sich auch in der Buchhandlung verkaufen lassen. Jetzt gilt es dem Leser zu vermitteln, dass er eBooks direkt bei seinem Buchhändler um die Ecke beziehen kann. Hier setzen wir auf die Unterstützung der Buchhändler und Verlage, dass diese die eBookCards mitbewerben.

Die Umsatzzahlen der Pilot-Buchhändler waren unterschiedlich. Wir analysieren die verschiedenen Verkaufsstrategien der Buchhandlungen und geben die erfolgreichen Strategien als Empfehlung weiter.

Wie viele Verlage sind inzwischen mit im Boot?
Wir starten jetzt mit fast 100 Titeln von 12 Verlagen. Bei den ausgewählten Titeln handelt es sich vorwiegend um Neuerscheinungen und Bestseller der großen Publikumsverlage, wie z.B. von Bastei Lübbe oder den Random House Verlagen. Mit weiteren Verlagen sind wir derzeit im Gespräch. Unser Ziel ist es, weitere populäre Titel für den Buchhandel an Bord zu holen.
Wäre es nicht sinnvoller, das E-Book-Angebot mit den gedruckten Büchern zu verknüpfen, die ohnehin schon im Laden sind – statt für jedes einzelne Buch eine Karte vorrätig halten zu müssen? 
Natürlich, gerne. An uns soll das nicht scheitern. Wir stellen mit unseren eBookCards den Kunden im Buchhandel eBooks zum Anfassen und Verschenken zur Verfügung. Für den Endkunden ist das die erste Erfahrung mit der Mischung aus traditionellem Stöbern und digitalem Fortschritt. Damit ist der erste Schritt getan.

Wir sind für alles offen, was auf das Interesse der Endkunden stößt. Jedoch muss ein Schritt dem anderen folgen. Ich denke, mit den eBookCards haben wir erst mal eine überzeugende Grundlage geschaffen, auf die der Buchhandel aufbauen kann.

Wird das Konzept noch erweitert? 
Definitiv. Als Startup können und wollen wir uns keinen Stillstand leisten. Unser Anspruch ist es, den Kunden immer wieder mit neuen Ideen zufrieden zu stellen. Ein aktuelles Beispiel ist die Verknüpfung von den eBookCards mit Blogg dein Buch. Bei Blogg dein Buch handelt es sich um eine Buchmarketing-Plattform, über die Verlage Buch-Rezensionen von Bloggern erhalten. Diese Online-Rezensionen können per QR-Code auf der Rückseite der eBookCard abgefragt werden, sodass durch objektive Rezensionen von Bloggern die Kaufmotivation erhöht wird. Der Kunde bekommt so neben der Beratung durch den Buchhändler eine weitere Entscheidungshilfe beim Kauf.

Kommentare

1 Kommentar zu "Tradition trifft digitalen Fortschritt"

  1. Auf der
    Leipziger Buchmesse war der eBookCard Aufsteller schon zu bewundern … und
    machte optisch durchaus was her. Die Frage ist nur, werden die Karten zwischen
    Buchregalen beim Händler auch entsprechend wahrgenommen, lassen sie sich gut
    sichtbar präsentieren oder verschwimmen Sie eher vor dem kunterbunten Non-Books
    Hintergrund. Mit anderen Worten: Wird sich die Idee, hinter bunt bedruckten
    Karten verbirgt sich ein ganzes (elektronisches) Buch, in die Köpfe der Käufer
    bringen lassen? Das ist vor allem eine Kommunikationsaufgabe. Zweite Frage:
    Wird die Hauptzielgruppe (junge, mobile und internetaffine Leser) den Weg zum
    Buchhändler für ein E-Book auf sich nehmen, oder lieber direkt drahtlos von der
    Couch aus kaufen und die „Cards“ nur ab und zu als Geschenk für
    Freunde attraktiv finden. Mehr Gedanken zum Konzept der eBookCards (ufm.)
    finden Sie auf dem Blog http://www.veroeffentlichen-he

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