Crossmediale Aufmerksamkeit

Bei der Werbung für ihre Online-Shops setzen Händler überwiegend auf Online-Maßnahmen, und zwar vor allem auf Suchmaschinenmarketing, Preisvergleichsseiten und Newsletter, hat eine Befragung des Kölner Instituts für Handelsforschung (IfH) ergeben. Nur gut 15% gaben an, Printanzeigen in ihren Werbemix zu integrieren und nur 1% TV-Werbung.

    Dass Investitionen hier durchaus lohnens­wert sein könnten, kommentiert das IfH, zeige der Vergleich mit Antworten der Online-Shopper: Rund 40% gaben an, dass sie bereits einmal durch TV-Werbung auf einen Shop aufmerksam geworden sind, Kataloge und Haushaltswerbung haben bei fast jedem Dritten Aufmerksamkeit erzeugen können.

    Kommentare

    1 Kommentar zu "Crossmediale Aufmerksamkeit"

    1. Peter Stanberg | 12. Juli 2012 um 15:00 | Antworten

      Verwundert nicht. Sind die meisten Shopanbieter doch eher Kleinhändler und verfügen nicht annähernd über das Werbebudget von Weltbild. Speziell in der Buchbranche sind mit den zur Verfügung stehenden knappen Fananzmitteln die größten Löcher beim Online-Shopping zu stopfen. Die wenigsten Shops der Branche verfügen über ein Werbeetat von Zalando.

      Andererseits reizt kaum jemand die günstigen Möglichkeiten der Onlinewerbung aus. Man spricht immer wieder von SEO. Google. Und erneut SEO. Dabei ist das nur ein Aspekt und diese Optimierung nur dann wirklich für einen Händler nutzbringend, wenn er sich spezialisiert. Die beste SEO für den Artikel Shades of Gray hilft Herrn Mustermann aus Urmelland nicht weiter: er wird nicht auf den ersten 2-3 Trefferseiten bei Google landen.

      Wo Bonusprogramme zur Kundenbindung eingesetzt werden könnten, werden sie nicht eingesetzt. Die Anzahl der Wiederkehrer ist entsprechend gering. Newsletter werden allgemein verfasst, es wird nicht auf die Einkaufs- und Interessensprofile der Kunden eingegangen. Die Seite nach der Bestellung, ein sehr kostbarer Platz, wird überhaupt nicht genutzt. Facebook wird oft nur auf der Titelseite angezeigt, anstatt den Besuchern zu ermöglichen, buchbezogen für sich zu werben. Das Verfassen von Rezensionen wird oft angeboten, deren optimale Auszeichnung für Google kaum. Tell-A-Friend-Funktionen sind selten, Member-gets-Member noch seltener und eine Verknüpfung dieser Funktionen mit Incentives schon gar nicht (es gibt schon lange kaum noch reine Buchländen mehr im Netz, so dass Incentives durchaus trotz der Preisbindung möglich sind).

      Es gibt noch viel Luft nach oben.

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