Verlage behandeln ihre Schriftsteller schlecht

Die Diskussion um das Urheberrecht geht an der Realität vorbei, meint der Rechtwissenschaftler Thomas Hoeren. Das Urheberrecht soll ein Recht der Kreativen sein, sei aber längst „ein reines Wirtschaftsrecht der Verwerter“. 
Statt über das Urheberrecht zu versuchen, „veraltete Geschäftsmodelle künstlich aufrechtzuerhalten“ und ihren Autoren „unverschämte Verträge“ aufzuzwingen, sollten Verlage lieber über eine neue Form der Kulturflatrate nachdenken, so Hoeren im Interview mit „brand eins 
Eine allgemeine Kultur-Flatrate als eine Art Netzpauschale würde nicht funktionieren, prophezeit der Rechtswissenschaftler. Stattdessen könnten die Verlage themenspezifische Flatrate-Modelle einführen. Der Vorteil aus seiner Sicht: Eine überschaubare Zielgruppe und klare Verteilmechanismen. 
Ein mögliches Vorbild sei in den Niederlanden zu finden, so Hoeren: „Da zahlt jeder Student pro Semester rund 150 Euro und hat freien elektronischen Zugang zu allen Fachzeitschriften und Büchern, und alle können gleichzeitig beliebig viele Artikel lesen und kopieren.“ Eine solche Wissenschafts-Flatrate sei auch hierzulande sehr sinnvoll.
Dass die Verlage über derartige Modelle bereits nachdenken, hat buchreport.de bereits berichtet: Sowohl die Börsenvereins-Wirtschaftstochter MVB als auch das Start-up PaperC bieten den Verlagen technische Lösungen, über die zielgruppenspezifische E-Book-Flatrates möglich werden sollen (hier mehr). 

Das vollständige Interview lesen Sie auf brandeins.de.

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