Auf kultivierte Art austauschen

Auf der AKEP-Jahrestagung 2012 in Berlin hat Peter Kraus vom Cleff, kaufmännischer Geschäftsführer der Rowohlt Verlage, für einen konstruktiven Diskurs in der Piraterie-Debatte geworben. Die Verfolgung der Verstöße sollte erst dann einsetzen, wenn ein Verlag einen tatsächlichen Schaden habe.

Kraus vom Cleff erklärte zu Beginn seiner Rede, dass ihm das Wort „Piraten“ nicht gefalle. „Das hat etwas von Johnny Depp und Romantik, aber es geht teilweise um organisierte Kriminalität.“

„Piraterie fängt erst dann an, wenn der Rechteinhaber einen echten Schaden hat“, steckte Kraus vom Cleff das Feld ab, in dem juristische Schritte unternommen werden sollten – „Lappalien“ sollten dagegen nicht verfolgt werden. Holtzbrinck habe 2011 160.000 Euro für „Rechteverfolgungsdienstleistungen“ bezahlt und dabei „Einnahmen“ von 14.000 Euro erzielt.
In seiner Rede ging der Zahlen-Chef bei Rowohlt auch auf die Rolle der Publikumsverlage ein, deren Arbeit mit dem „Nein“ anfange, mit der Selektion: „Wir müssen immer stärker Orientierung geben“. Im vergangenen Jahr seien insgesamt 3 Mio neue Publikationen mit ISBN erschienen, davon stammten nur 300.000 von Verlagen. Bei Rowohlt sei die Zahl der Novitäten seit 1999 um die Hälfte reduziert worden. Dennoch mache Rowohlt mit 85% der Bücher keinen Gewinn. 
Mit Blick auf neue Geschäftsmodelle verwies der Rowohlt-Chef auf das Joint-Venture mit Random House, Skoobe, die eigene Community Lovelybooks und auf einen Bundle-Test, der im Herbst starte: Dann würden Rowohlt-Hardcover in Kombination mit der E-Book-Ausgabe verkauft, was besonders für den stationären Buchhandel interessant sei.

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